Das erhoffen sich Betroffene von der neuen Bündner Regierungsrätin
Valérie Favre Accola (SVP) wird ab dem 1. Januar 2027 die neue Vorsteherin des Departements für Erziehung, Kultur und Umweltschutz. Keystone-SDA hat nachgefragt, was die Wünsche der betroffenen Verbände und Institutionen an Favre Accola sind und welche Erfahrungen sie mit dem amtierenden Vorsteher Jon Domenic Parolini gemacht haben.
Lehrpersonen Graubünden:
Präsidentin Nora Kaiser erhofft sich von der neuen Departementsvorsteherin insbesondere einen offenen, proaktiven und partizipativen Führungs- und Kommunikationsstil. Damit Schule dezentral stattfinden kann, brauche es innovative Schulmodelle und kreative Ideen. «Der Kanton kann bei solchen Projekten eine proaktive Rolle einnehmen – unter Einbezug der wichtigen Partner», erklärt Kaiser.
Gesetzesrevisionen könnten auch aus dem Departement selbst angestossen werden, «sollten sie für die Umsetzung gewünschter Schulmodelle notwendig sein». Mit dem bisherigen Vorsteher, Jon Domenic Parolini, habe es nur wenige Treffen gegeben. «Wir wünschen uns eine aktive Einbindung der Schulsozialpartner sowie schulnaher Institutionen, um konstruktiv und gemeinsam an einer gelingenden Bündner Schule arbeiten zu können.»
Die bisherige Leitung habe aber für Stabilität gesorgt «und auf Experimente verzichtet, die auch misslingen können», so Kaiser.
Museen Graubünden:
Die Präsidentin der Museen Graubündens, Chantal Störmer, wünscht sich von der neuen Vorsteherin «eine kulturpolitisch engagierte Führung mit Interesse und Begeisterung für die vielfältige Bündner Kulturlandschaft». Sie hofft, dass Favre Accola den Mut hat, gezielt Schwerpunkte zu setzen. Die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Vorsteher, Jon Domenic Parolini (Mitte), sei von seiner Nähe zur Bevölkerung und einem offenen Austausch geprägt gewesen.
Für die Zukunft hofft Museen Graubünden auf eine noch stärkere Unterstützung insbesondere für kleinere, oft ehrenamtlich getragener Kulturinstitutionen.