Churwalden saniert Schulanlage «Witi» für über drei Millionen
Die Schulanlage «Witi» in Churwalden ist in die Jahre gekommen. Die Gebäude entsprechen teilweise nicht mehr den heutigen schulischen sowie sicherheits- und brandschutztechnischen Vorgaben, wie die Gemeinde Churwalden in einer Mitteilung schreibt. Auch der Behindertenverordnung und den Bedürfnissen an die Lufthygiene entrpechen die Gebäude nicht mehr, die unter anderem den Kindergarten, die Primar- und Oberstufe, die Turnhalle mit Aussensportplatz sowie den Gemeindesaal mit Hauswartwohnung umfassen.
Deshalb sind bauliche Ergänzungen, Anpassungen und auch Unterhaltsarbeiten notwendig. Ausserdem muss die bestehende, mit Öl betriebene Heizanlage erneuert und an den Wärmeverbund Churwalden angehängt werden. Hierfür wurde an der Gemeindeversammlung vom Dienstag mit grossem Mehr ein Kredit von 3,04 Millionen Franken gesprochen.
Stiftung für bedürftige Menschen
Weiter hat die Gemeindeversammlung der Gründung einer neuen Stiftung zugestimmt. Deren Geschichte fängt aber bereits im Jahre 1882 an. Damals verstarb in Mantova, Italien, Giovanni-Domenico Emi-Kelder. In seinem Testament bedachte er die ehemalige Gemeinde Churwalden mit einem Vermächtnis all seiner Liegenschaften in Churwalden, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst. Die Gemeinde Churwalden sollte gemäss seinem letzten Willen zusammen mit dem katholischen Pfarrer das Legat verwalten und die Erträge der Liegenschaften zugunsten armengenössiger Einwohner, die katholischen Glaubens seien, verwenden.
Die Verwaltung des Hemmi-Kelderschen Legatvermögens (HKL) gestalte sich aufgrund geänderter rechtlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren zunehmend schwieriger und nicht mehr praxistauglich, heisst es weiter. Aus diesem Grund hat die Gemeindeversammlung die Gründung einer HKL-Stiftung mit gleichzeitiger Erweiterung des Stiftungszwecks einstimmig genehmigt.