Churer Turnhallen bleiben zu
Die Stadt Chur hat beschlossen, ihre Infrastrukturen für ausserschulische Vereinsaktivitäten zu schliessen. Dies betrifft gemäss einer Mitteilung Schulgebäude, Turnhallen der Stadtschule und der Gewerblichen Berufsschule sowie die Sport- und Eventanlagen. Für den Leistungssport werden Ausnahmen erteilt. Die Massnahme wurde am Samstag eingeführt und bleibt vorläufig bis zum Ende der Sportferien am Sonntag, 7. März, in Kraft. Vor den Sportferien nimmt der Stadtrat eine Neubeurteilung der Lage vor.
«Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen, denn es ist uns bewusst, dass ausserschulische Aktivitäten Kindern und Jugendlichen eine wichtige Struktur geben», wird der zuständige Stadtrat Patrik Degiacomi zitiert. Ausschlaggebend für den Entscheid waren laut Mitteilung zwei Punkte: Das mutierte Coronavirus breite sich deutlich schneller aus und der Präsenzunterricht solle aufrecht erhalten werden. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen und Quarantänefälle an der Stadtschule noch stabil sei, dränge sich aufgrund der Mutation eine Neubeurteilung der Lage auf, heisst es. Der Kanton Graubünden schränkte den Unterricht an der Volksschule, der auf mehrere Schulhäuser verteilt war, bereits ein. Alle Bemühungen der Volksschule, Kontakte zu reduzieren, sind aus Sicht des Stadtrates wirkungslos, wenn die ausserschulischen Vereinsaktivitäten uneingeschränkt aufrecht erhalten werden.
Der Stadtrat könne und wolle ausserschulische Vereinsaktivitäten nicht einfach verbieten. Durch die Schliessung der eigenen Räumlichkeiten könne die Stadt dennoch ein wichtiges Signal senden: Sie bittet Anbieter von ausserschulischen Angeboten, die Kinder, ihre Familien und die Lehrpersonen zu schützen und die Tätigkeiten vorübergehend einzustellen. (red)