Churer Gastronomen sind glücklich mit dem Start
Seit Montag dürfen in der Schweiz Restaurants ihre Gäste wieder bedienen. Nicht im gleichen Umfang wie zuvor – den meisten Restaurants in Chur etwa stehen aufgrund der Sicherheitsabstände nur noch die Hälfte der zuvor vorhandenen Plätze zur Verfügung – aber immerhin. Und die Wirte sind zufrieden. «Ich bin positiv überrascht», sagt Franz Sepp Caluori, Präsident des Verbands Gastro-Graubünden. «Ich hab bisher fast nur gute Rückmeldungen erhalten. Ein Betrieb teilte mir sogar mit, dass er bereits jetzt schon kostendeckend arbeiten könne.»
Auch im Café «Caluori» sind die ersten Reservationen bereits eingetroffen; die Tische sind gut besetzt. «Ich denke, es kann nur noch besser werden», sagt Caluori mit Blick auf das Wetter. Seit Anfang Woche begleiten Regen und Wolken den Alltag der Bürger. «Kommt aber die Sonne wieder zum Vorschein, können die Wirte ihre Gäste auch draussen bedienen.»
Auf das Wetter setzten alle Restaurants und Cafés in Chur ihre Hoffnungen. Nicht ohne Grund: Bei schönem Wetter kommen in der Tendenz mehr Gäste, was mehr Umsatz verspricht. Und auf diesen sind alle angewiesen. Nicht nur, weil die Betriebe ihre Türen aufgrund der Coronakrise mehr als sechs Wochen schliessen mussten. Auch wegen der verringerten Anzahl an Sitzplätzen. «Dass wir nur noch die Hälfte der Plätze mit Gästen belegen dürfen, merken wir natürlich im Umsatz», sagt Toni Foppa vom Restaurant «Da Noi». Er war zu Beginn skeptisch, ob mit der Öffnung auch wirklich Gäste kommen würden oder nicht. Doch die Skepsis war schnell verschwunden. «Wir haben eine tolle Auftragslage, sind sehr gut ausgebucht. Fürs Wochenende hatten wir sogar so viele Reservationen, dass wir gewissen Gästen absagen mussten.»