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Schweiz und Welt

Chur greift resolut durch

Südostschweiz
28.02.2020, 20:17 Uhr
vor 16 Minuten

Zur Verhinderung einer unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus, greift die Stadt Chur resolut durch. Die Katastrophenorganisation (Kata-Organisation) hat entschieden, Veranstaltungen ab 50 Personen ab sofort zu verbieten.

Damit soll die Rückverfolgbarkeit allfällig infizierter Personen bestmöglich sichergestellt werden, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. «Es macht nämlich wenig Sinn, Anlässe mit beispielsweise 800 Personen zu genehmigen, auch wenn diese Zahl unter 1000 Teilnehmenden liegt», heisst es in der Mitteilung weiter.

Diese Massnahme gilt bis am 15. März. Nicht betroffen vom Entscheid sind normale Geschäftstätigkeiten etwa in der Gastronomie, der Besuch öffentlicher Einrichtungen oder Anlässe mit gesellschaftlicher Notwendigkeit wie Beerdigungen oder der Parlamentsbetrieb. Die Stadt bittet die Bevölkerung zudem, grössere Menschenansammlungen vorübergehend zu meiden.

Aufgrund der zahlreichen Anlässe, die in Chur stattfinden, wurde eine einfach handhabbare und nachvollziehbare Regelung gesucht, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie betrifft Anlässe, die nicht zwingend notwendig und aufgrund der aktuellen Lage verschiebbar sind.

Das normale Leben, also Einkaufen und beispielsweise der Gang in die Stadtbibliothek oder in eine Bar, soll weiterhin seinen gewohnten Lauf nehmen. Der reguläre Schulbetrieb findet weiter statt, doch es wird auf klassenübergreifende Anlässe, wie beispielsweise die Kindergartenskiwoche verzichtet.

Higa «behördlich abgesagt»

Im Verlauf vom Freitag haben bereits diverse Veranstalter ihre Anlässe in Graubünden und Glarus abgesagt. Nun hat auch die Higa ein entsprechendes Statement auf ihrer Webseite publiziert. Die Messe hätte vom 21. bis 29. März in Chur stattfinden sollen. 

«Die Stadt Chur hat nun in Absprache mit den kantonalen Behörden beschlossen (...) die Durchführung der Higa nicht zu erlauben. Die Messeleitung bedauert diesen Entscheid, jedoch hat die Gesundheit aller oberste Priorität», heisst es in der Mitteilung.

Die Veranstalter werden ihr Möglichstes tun, um diese «problematische und aussergewöhliche Lage zu meistern». (bae)

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