Chemiekonzern BASF verschärft den Sparkurs
Der weltgrösste Chemiekonzern BASF drückt beim Sparkurs aufs Tempo. Bis Ende letzten Jahres sei eine jährliche Kostensenkung von 1,7 Milliarden Euro erreicht worden, berichtete Finanzchef Dirk Elvermann am Freitag. Damit werde das Ziel um 100 Millionen übertroffen.
Seinen Sparkurs will der Konzern verschärfen: Bis Ende des laufenden Jahres peile BASF nun jährliche Kosteneinsparungen von 2,3 Milliarden statt dem ursprünglichen Plan von 2,1 Milliarden Euro an. Elvermann bezifferte die Einmalkosten für die Aufwendungen auf insgesamt 1,9 Milliarden Euro.
Jobabbau auch bei Führungskräften
Als Teil seiner Sparprogramme baut der Chemiekonzern Tausende Jobs ab: Rund 4800 Beschäftigte hätten das Unternehmen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 verlassen, hiess es. Etwa die Hälfte davon entfallen laut BASF auf Deutschland. Die Zahl der Führungskräfte sei um elf Prozent gesunken. Ende 2025 beschäftigte BASF damit noch knapp 108'300 Mitarbeiter weltweit.
BASF kämpft mit Kostendruck, Überkapazitäten am Weltmarkt, hohen Energiepreisen und einer zu geringen Auslastung am Stammwerk in Ludwigshafen. Dort arbeitet mit etwa 33'000 Menschen etwa ein Drittel der weltweiten Beschäftigten. Zuletzt erzielten Management und Arbeitnehmervertreter eine Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen bis Ende 2028 ausschliesst.
Vorstandschef Markus Kamieth äusserte sich zufrieden mit den Fortschritten beim Senken der Kosten. BASF sei deutlich schlanker geworden. Allerdings habe die chemische Industrie weltweit mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Auch im laufenden rechnet der Manager nicht mit einer kurzfristigen Erholung. 2026 werde voraussichtlich ein weiteres Übergangsjahr.
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