Camping-Boom geht weiter
von Nicole Nett und Hanspeter Putzi
Die meisten Campingplätze sind bereits Anfang Mai wieder in die neue Saison gestartet. Obwohl in diesem Jahr die Landesgrenzen wieder offen und Auslandsreisen damit wieder etwas einfacher sind, zählen die einheimischen Campingbetriebe bereits zu Saisonbeginn viele Buchungen. Rudolf Wanninger vom Campingplatz Trun war mit 6300 Übernachtungen im 2021 bereits zufrieden, wie er gegenüber Radio Südostschweiz sagte. Trotz Corona sei hierbei nichts verloren gegangen. Im Gegenteil: Der Camping-Boom schreite immer weiter voran. So habe er schon jetzt für den Sommer einen guten Buchungsstand. Vielleicht kämen diesmal nicht so viele Schweizer, dafür könnten ausländische Gäste wieder einreisen, so Wanninger. Vor der Coronapandemie zählte der Campadi Camping in Trun rund 60 Prozent Gäste aus dem europäischen Ausland. Er hofft, dass diese Gäste nun wieder zurückkommen.
Doppelt so hohe Nachfrage nach Campingfahrzeugen
Ähnlich zufriedenstellend sieht es auch beim Campingplatz Gravatscha in Samedan aus. Laut Ivo Morgenthaler war dieser Campingplatz bereits im letzten Jahr voll ausgebucht. Seit Beginn der Coronapandemie wurden zudem jährlich mehr Camper eingelöst. Im letzten Jahr waren es mit 8500 Fahrzeugen fast doppelt so viel wie noch im Jahr 2019. Es werden aber nicht nur mehr Wohnmobile eingelöst, sondern auch immer mehr grössere und teurere Exemplare.
Für diese Saison habe der Campingplatz Gravatscha für derartige grössere Wohnwägen sogar nur noch vereinzelt Platz, so gut sei der jetzige Buchungsstand bereits. Und auch Wolfgang Bosshard, Vorstandsmitglied vom Schweizer Camping-Verband und Besitzer vom Camping Sur En in Sent, ist überzeugt, dass der Camping-Boom noch weitergehen wird.
Mehr über den Start der Campingsaison erfahrt ihr im Beitrag von Radio Südostschweiz: