Cameron Puertas noch drei Jahre kein Thema fürs Nationalteam
Nationaltrainer Murat Yakin hoffte, Cameron Puertas vor der WM testen zu können. Nun steht fest: Der 27-jährige Mittelfeldspieler ist bis 2029 keine Option. Seine Einbürgerung wird verweigert.
Cameron Puertas erlebt in der Bundesliga mit Werder Bremen keine einfache Saison, gehört seit dem Trainerwechsel aber zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Unter Daniel Thioune blühte der in Lausanne geborene und aufgewachsene Zentrumsspieler auf und übernimmt neuerdings auch die Standards. Er überzeugt mit Lauf- und Zweikampfstärke sowie mit seinem Auge für die Mitspieler.
Dass sein Potenzial gross ist, ist nicht erst seit der Auszeichnung zum Fussballer des Jahres 2024 in der belgischen Liga bekannt. Entsprechend ist der Waadtländer auch schon länger ein Thema für das Schweizer Nationalteam. Das Problem: Der Sohn spanischer Eltern konnte wegen eines länger zurückliegenden Eintrags im Strafregister nicht eingebürgert werden.
Da dieser im letzten Jahr gelöscht wurde, kam beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) die Hoffnung auf, Puertas könne vor den anstehenden Testspielen gegen Deutschland und Norwegen den Schweizer Pass erhalten – am Donnerstag präsentiert Murat Yakin sein Aufgebot. Nun steht jedoch fest: Puertas' Einbürgerung ist bis 2029 nicht möglich. Dies bestätigt der SFV gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Delikte
Puertas' Vergehen sind im Strassenverkehr entstanden. 2017 wird dem damaligen Teenager der Führerschein zeitweise entzogen. Einen Tag vor Ablauf der Frist wird er am Steuer erwischt, was eine bedingte Busse zur Folge hat.
Zu einer unbedingten Busse kommt es 2019, als Puertas das Kennzeichen seiner Mutter für sein Auto verwendet und erneut in eine Kontrolle gerät. Er wird wegen «Fahren ohne vorschriftsgemässe Zulassung» verurteilt und erhält einen Eintrag im Strafregister – und genau dieser wird ihm aufgrund der strengen Gesetzgebung im Ausländer- und Einbürgerungsrecht zum Verhängnis.