Bundesrat: Armee soll erneut bei Bewältigung der Corona-Krise helfen
Aus der Schweiz und Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 10'073 neue bestätigte Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Das ist der erste fünfstellige Anstieg der Infektionszahlen, wie Keystone-SDA schreibt.
An einem Treffen mit den Medien informierte der Bundesrat am Mittwochnachmittag über die aktuelle Lage im Land – und über neue Massnahmen. So soll unter anderem die Armee erneut bei der Bewältigung der Krise helfen, Selbstständigerwerbende erhalten weiterhin Corona-Erwerbsersatz und A-fonds-perdu-Beiträge für Profi-Sportklubs werden geprüft.
Die Entscheide des Bundesrates:
- Armee soll wieder helfen
In den vergangenen acht Tagen hätten mehrere Kantone ein Gesuch um Unterstützung gestellt, schreibt die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Bundesrat habe deshalb entschieden, das Gesundheitswesen mit bis zu 2500 «Armeeangehörigen im Assistenzdienst» zu unterstützen.
Die Soldaten könnten zum Beispiel beim Screening von Covid-19-Verdachtsfällen, bei Testabstrichen oder bei der allgemeinen Behandlung von Patienten zum Einsatz kommen. Sie könnten die Spitäler bei der Erweiterung ihrer Kapazitäten auf ihren Intensivpflegestationen mit Material und Personal unterstützen oder als Fahrer den Transport von infektiösen Patienten durchführen.
Zum Einsatz kommen könnten Berufssoldaten, Durchdiener, im Dienst stehende Formationen sowie Freiwillige. Ihnen werden für den Assistenzdienst – gleich wie im Frühjahr – maximal 38 Tage oder zwei Wiederholungskurse angerechnet. Der Bundesstab bewilligt Gesuche der Kantone jedoch nur unter strengen Bedingungen. Unter anderem müssen die Kantone aufzeigen, dass sie sämtliche andere Mittel ausgeschöpft haben.