Bund bremst Verkehr auf A1 – St. Galler Kantonsrat will freie Fahrt
Das Bundesamt für Strassen (Astra) nimmt am 6. April die Bauarbeiten für eine Anlage zur dynamischen Temporeduktion auf der Autobahn A1 zwischen Uzwil und Rheineck wieder auf. Während der Bund den Verkehr mit Temporeduktionen steuern will, stellt sich der St. Galler Kantonsrat gegen ähnliche Eingriffe auf Kantonsstrassen.
Für die Anlage auf dem A1-Abschnitt zwischen Meggenhus und Rheineck müssen unter anderem Signalträger gebaut und neue Leitungen verlegt werden, schrieb das Astra in einer Mitteilung. Im vergangenen August fanden entsprechende Bauarbeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen St. Gallen-Neudorf und der Verzweigung Meggenhus statt.
Der Verkehr wird während der Arbeiten im Baustellenbereich mit reduzierter Spurbreite geführt. Die bestehenden Fahrspuren bleiben aber laut Mitteilung erhalten. Die Arbeiten hätten dadurch nur leichte Verkehrseinschränkungen zur Folge. Abgeschlossen werden die baulichen Arbeiten voraussichtlich im nächsten Frühjahr.
Die Inbetriebnahme der dynamischen Geschwindigkeitsreduktion auf dem Autobahnabschnitt zwischen Uzwil und Rheineck ist erst im Jahr 2030 geplant, wie ein Astra-Sprecher im vergangenen Sommer gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.
Den Verkehrsfluss harmonisieren
Das neue Verkehrsmanagement überwacht die Fahrzeugfrequenz. Ist das Verkehrsaufkommen hoch, wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesenkt. Dadurch können gemäss Astra die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Fahrzeugen verringert und der Verkehrsfluss harmonisiert beziehungsweise verbessert werden.
Neben einer erhöhten Sicherheit soll diese Massnahme auch dazu beitragen, Staus zu reduzieren. Die Technik nennt sich «System zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung». Es ist bereits auf zahlreichen stark frequentierten Autobahnabschnitten im Einsatz, so etwa zwischen Zürich Wollishofen und Pfäffikon SZ oder zwischen Winterthur Ohringen und Oberwinterthur.