Bündner Terrassen müssen gesperrt werden
Die Bergbahnen in Graubünden würden am Freitag informiert, dass bei den Take-Away-Angeboten in den Skigebieten die Terrassen wieder geräumt werden müssten, sagte der Bündner Regierungsrat Peter Peyer am Mittwoch in Chur in einer ersten Reaktion auf die Bundesratsbeschlüsse. Skitouristen würden nun wieder unkontrolliert im Schnee sitzen, statt kontrolliert an Tischen, so Peyer.
Wie der Bündner Gesundheitsdirektor weiter sagte, durften Terrassen Ende Dezember/Anfang Januar dank entsprechend tiefem R-Wert geöffnet werden. «Unser Konzept hielt dem stand. Dadurch gab es mehr Ordnung am Berg», so Peyer. Der Bund sieht das nun aber anders. Laut dem Bundesrat ist Take-Away am Berg Take-Away im Tal gleich zu setzen.
Schwer enttäuschte Bündner Regierung
Wie Peyer am Mittwochnachmittag vor den Medien betonte, teilt die Bündner Regierung diese Meinung nicht. «Aber der Bund regelt. Und wir sind gewillt diese Reglungen auch einzuhalten», so der Bündner Regierungsrat weiter. Und fügt an: «Auch wenn das sehr bitter ist für uns.»
Die Terrassen in den Bündner Wintersportgebieten schliessen nun bereits auf das kommende Wochenende. «Das ist leider so. Wir können daran nichts ändern», so Peyer.
Den Bündnern missfällt insbesondere, dass die Landesregierung die kantonale Teststrategie nicht würdigte. «Wir sind in Graubünden auf einem guten Weg. Der Bundesrat hätte mutiger entscheiden können», betonte Peyer.
Enttäuschter Oberwirt
Franz Sepp Caluori sagte auf Anfrage, dass er vom Bundesrat mehr Mut erwartet habe. «Statt uns die Terrassen zu schliessen», so der Präsident von Gastro Graubünden, «hätte die Landesregierung auch veranlassen können, dass die Terrassen in den Wintersportgebieten der anderen Kantone geöffnet werden dürfen». Nun würden eben die Tische auf den Terrassen für einen Monat «auf den Kopf gestellt», um sie dannzumal wieder umzudrehen.