Bündner sind überdurchschnittlich gesund
Seit 1992 führt das Bundesamt für Statistik (BFS) alle fünf Jahre die Schweizer Gesundheitsbefragung durch. Die im Jahr 2017 durchgeführte Befragung wurde nun vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) ausgewertet. Der Bericht beinhaltet Informationen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung, zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie zu den Kosten und Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.
Im Jahr 2017 gaben 86 Prozent der Bündnerinnen und Bündner an, sich gesundheitlich gut bis sehr gut zu fühlen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Frauen bei 84,9 Jahren und bei Männern bei 80,9 Jahren. Regierungsrat Peter Peyer, Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, bekundet gegenüber Radio Südostschweiz seine Freude an den positiven Gesundheitsresultaten. Der Kanton mache vieles richtig, dennoch gäbe es Luft nach oben. Das Ziel sei ja schliesslich, dass die Gesamtbevölkerung sich gesund fühle.
Höheres Energie- und Vitalitätsniveau
Bündnerinnen und Bündner weisen mit 54 Prozent ein überdurchschnittliches Energie- und Vitalitätsniveau auf. Es liegt über dem Schweizer Durchschnitt von 48,7 Prozent. Auch bei der mentalen Gesundheit geht es der Bündner Bevölkerung besser. Männer weisen signifikant und Frauen tendenziell unterdurchschnittliche Werte in Bezug auf depressive Symptome aus. Dies läge an den vergleichsweise besseren psychischen Gesundheitsressourcen, heisst es im Bericht.
Graubünden biete viele Möglichkeiten sich aktiv zu betätigen, es gäbe tendenziell noch mehr handwerkliche Berufe und auch die Präventionsarbeit im Gesundheitsbereich sei gut, erklärt Peyer. Dies seien mögliche Gründe für die guten Resultate. Um dem aber genauer auf den Grund zu gehen, müsste man weitere Studien durchführen.