Bündner Schutzgebietspflege und Biodiversität erhalten Finanzspritze
Für die Jahre 2020–2024 genehmige die Regierung je eine Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und der Pro Natura Graubünden sowie der Stiftung Bergwaldprojekt, heisst es in einer Regierungsmitteilung.
Der Auftrag der Pro Natura Graubünden ist unter anderem die Schutzgebietspflege Die Naturschutzorganisation pflegt und beaufsichtigt jährlich rund 120 Hektaren Biotopfläche, wovon gut die Hälfte von nationaler Bedeutung ist. Die Kosten für diese Aufwände wurden bisher über jährliche Vereinbarungen mittels Bundes- und Kantonsgelder finanziert. Diese Aufgaben werden nun für die Jahre 2020–2024 über die Leistungsvereinbarung, die einen Kantonsbeitrag von insgesamt rund 800'000 Franken und einen Bundesbeitrag in gleicher Höhe beinhaltet, geregelt und finanziert.
Mit der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und der Stiftung Bergwaldprojekt sollen die Aufwertung, Pflege und Artenschutzmassnahmen am Crap de Maria in der Gemeinde Castaneda geregelt werden, heisst es weiter.
Das Trockengebiet ist gut 29 Hektar gross und zeichnet sich durch eine aussergewöhnliche Anzahl und Vielfalt an Arten der Roten Liste, insbesondere Tagfalter und Heuschrecken, aus. Die Ziegenbeweidung sei seit dem Jahr 2018 intensiviert worden, wodurch das Gebiet als Lebensraum für die zahlreichen gefährdeten Arten und auch das wertvolle Landschaftsbild langfristig erhalten bleiben könne, schreibt der Kanton. Mehrjährige Pflegeeinsätze sind allerdings auch mit der erhöhten Ziegenbeweidung nötig. Die Stiftung Bergwaldprojekt werde mit der Leistungsvereinbarung mit dieser Aufgabe betraut, wofür sie einen Kantonsbeitrag von insgesamt rund 428'000 Franken erhalte, so die Regierung. (mas)