Bündner Regierung beschliesst grossflächige Corona-Tests
In den vergangenen Wochen sind in Graubünden diverse Pilotprojekte rund um Corona-Tests und Corona-Impfungen durchgeführt worden. Daraufhin beauftragte die Bündner Regierung den Kantonalen Führungsstab, eine Impf- und Teststrategie im Detail auszuarbeiten und umzusetzen. Dies schreibt das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit in einer Mitteilung. Diese Strategie steht nun fest. Die Umsetzung wird rund 25 Millionen Franken kosten.
Teil der Strategie sind unter anderem grossflächige Tests. Getestet werden sollen Schüler, Studenten, Lehrer und Arbeitnehmer in Betriebe. Dies mittels PCR-Speicheltest. «Die Auswertung der bereits durchgeführten Tests in Regionen, Betrieben und Schulen zeigt, dass regelmässige Tests erheblich zur Reduktion der Ansteckung beitragen», so das Departement. In allen Regionen, in denen Flächentests durchgeführt worden seien, habe es für mindestens fünf Tage weniger Neuansteckungen gegeben. In der Region Bernina halte diese Entwicklung gar bis heute an.
Testzentren werden zu Impfzentren
Geplant sind ausserdem neun Testzentren in der Region, die im Rahmen der neuen Strategie auch zu Impfzentren ausgeweitet werden. Sie nehmen ihren Betrieb aber nicht vor dem 20. Januar auf, wie es heisst. Die Zentren basieren grundsätzlich auf der Infrastruktur der Spitäler und werden vom Zivilschutz unterstützt. Sie sollen in Schiers, Chur, Ilanz, Thusis, Davos, Samedan, St. Moritz, Cama und Poschiavo stehen.
Impfstoffverteilung und mobile Impfequipen
Auch in Sachen Impfungen geht es voran. Bisher konnten die Impfequipen in den beiden ersten Wochen insgesamt rund 200 Impfungen verabreichen. Geimpft werden derzeit Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen.
Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, werde er gemäss einem definierten Schlüssel auf die Impfzentren in den Regionen verteilt, heisst es weiter. Auch die Hausärztinnen und Hausärzte sollen in den Impfprozess involviert werden, da mit dem Moderna-Impfstoff ein weiterer zugelassen wurde. Aufgrund der begrenzten Impfstoffmenge sollte dies aber nicht vor dem 22. Februar der Fall sein. (so)