Bündner Haus mit Rekord
Im Kultur- und Kongresshaus Aarau hat gestern die 30. Schweizer Solarpreisverleihung stattgefunden. Zu den Preisträgern zählen sogenannte PlusEnergie-Bauten (PEB), die das Pariser Klimaabkommen umsetzen und hohe Stromüberschüsse erzeugen. Verliehen wurden laut einer Mitteilung der Solar Agentur Schweiz 13 Schweizer Solarpreise, ein Migros-Migros Bank-Sondersolarpreis und der HEV-Schweiz-Sondersolarpreis. Hinzu kommen zwei Norman Foster Solar Awards, drei Solarpreise für Plus-Energie-Bauten und 16 PEB-Diplome, die alle für Inlandwertschöpfung in ihrem Kanton sorgen.
Träger eines Norman Foster Solar Awards ist das Einfamilienhaus Brunner-Bapst in Waltensburg/Vuorz. Das Gebäude erzeuge achtmal mehr Strom, als die Bewohner verbrauchen, schreibt die Solar Agentur Schweiz in der Mitteilung weiter. Die Eigenenergieversorgung von 817 Prozent sei ein neuer Weltrekord bei den Plus-Energie-Bauten.
Ein Solarpreis und zwei Diplome
Neben dem Einfamilienhaus Brunner-Bapst wurden noch drei weitere Gebäude im Kanton Graubünden ausgezeichnet. So erhielt das Einfamilienhaus Casa Viez in Flims einen Solarpreis in der Kategorie Neubauten. Die Energieversorgung des zweistöckigen Wohnhauses liege bei einer Stromerzeugung von 15 000 kWh und einem Energiebedarf von 12 200 kWh bei 124 Prozent.
Zwei PEB-Diplome erhielten ausserdem das Mehrfamilienhaus Areal Rüttimann in Tomils und die Sanierung eines Einfamilienhauses in Davos. Letztere sei ein gutes Beispiel dafür, dass auch bestehende stark bewohnte Ferienhäuser mittels gezielter Sanierungsmassnahmen ihre Energieversorgung nachhaltiger gestalten und als CO2-freie Plus-Energie-Bauten genutzt werden können, heisst es weiter.
73 Projekte eingereicht
Mit den Schweizer Solarpreisen werden die energieeffizientesten Bauten und Anlagen sowie die engagiertesten Persönlichkeiten und Institutionen im Solarbereich ausgezeichnet. Für den Schweizer Solarpreis wurden dieses Jahr insgesamt 73 Solarprojekte eingereicht. (sda/red)