Bündner gehen weniger ins Spital
Der Kanton Graubünden hat in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Graubünden den Gesundheitsbericht 2020 herausgegeben. Dieser umfasst die Entwicklung des Bündner Gesundheitswesens zwischen 2010 und 2018. Einerseits gibt er einen Überblick über die Entwicklung der verschiedenen Leistungsbereiche (Akutsomatik, Rettungsdienste, Rehabilitation, Psychiatrie, Pflegeheime, Spitex-Dienste und die Ärzteschaft), andererseits können daraus Hinweise für allfällige Entscheide abgeleitet werden.
Mehr ausserkantonale Patienten
Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden heute pro 1000 Einwohner weniger Kantonsangehörige in den Bündner Spitälern behandelt. Lag die Zahl im Jahr 2010 noch bei 126 Patienten aus Graubünden, sind es 2018 noch rund 121 Bündner Patienten pro Jahr. Das bedeutet aber nicht, dass in Graubünden insgesamt weniger Patienten behandelt werden. Denn insbesondere in den Privatkliniken werden vermehrt ausserkantonale Patienten behandelt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Rehakliniken, den Psychiatrien und bei der Spitex.