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Schweiz und Welt

Arbeitslosigkeit in Graubünden steigt im Oktober an 

Südostschweiz
07.11.2023, 09:22 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Im Oktober sind in Graubünden 1108 Arbeitslose verzeichnet und somit eine Arbeitslosenquote von 1 Prozent erreicht worden. Dies teilt das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (Kiga) am Dienstag in einer Mitteilung mit. Gegenüber des Vormonats September mit 734 Arbeitslosen nahm die Arbeitslosenzahl entsprechend zu. Damals betrug die Arbeitslosenquote 0,7 Prozent. 

Der Anstieg hat laut Kiga mit saisonalen Bedingungen zu tun. So gehe die Sommer-/Herbstsaison im Tourismus zu Ende, heisst es konkret. In der Folge verzeichnete das Gastgewerbe mit 432 Arbeitslosen auch die höchste Arbeitslosenzahl. Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 90'826 auf 93'563 leicht gestiegen. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 2 Prozent. 

Dem Gastgewerbe fehlen die meisten Arbeitnehemenden

Zusätzlich zu den Arbeitslosen wurden in Graubünden 819 sogenannte nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Zu den nichtarbeitslosen Stellensuchenden gehören laut dem Kiga Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren in Anspruch nehmen.

Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden. Im Oktober wurden 1927 Stellensuchende registriert. Gegenüber des Vormonats mit 1473 Stellensuchenden ist diese Zahl leicht gestiegen.

Doppelt so viele Kurzarbeitsanträge

Ausserdem wurde im Oktober an 72 Betriebe Kurzarbeitsentschädigung ausgerichtet. Gegenüber des Vormonats mit 35 Betrieben hat sich die Anzahl verdoppelt. Gemäss Kiga betreffen diese Auszahlungen nur zu einem sehr geringen Teil Betriebe, welche aktuell Kurzarbeitsentschädigung abrechnen. Vielmehr handle es sich dabei um Anträge auf Nachzahlungen für Kurzarbeitsentschädigung auf Lohnanteile für Ferien- und Feiertagsansprüche für die Jahre 2020 und 2021.

Zudem müsse beachtet werden, dass die Zahl keinen exakten Rückschluss auf die effektiv kurzarbeitenden Unternehmen zulasse. Diese haben nämlich ab der jeweiligen Abrechnungsperiode drei Monate Zeit, ihren Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bei verschiedenen Arbeitslosenkassen geltend zu machen. (red)

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