Brunnen am Martinsplatz wurde «geköpft»
Der St. Martinsplatz wird unter anderem vom Martinsbrunnen aus dem 18. Jahrhundert geprägt. Eine Baufirma hat diesen am Mittwoch aus Versehen beschädigt, wie der Churer Stadtingeniuer, Roland Arpagaus auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» bestätigt. «Eine Churer Bauunternehmung ist dort an Bauarbeiten und hat bei einem Schwenker den Kopf getroffen.» Beim Vorfall entstand glücklicherweise kein Personenschaden. Weil der Brunnen denkmalgeschützt sei, müsse der Kopf rekonstruiert werden, so Arpagaus weiter. «Diese Arbeit wird aufwändig sein.» (cab)
Der Martinsbrunnen neben der Kirche St. Martin wurde im Jahr 1716 fast vollständig neu aus Scalärastein geschaffen. Er ist der einzige mit Reliefs und Standfigur versehene Brunnen der Stadt. Das Becken zeigt auf den Aussenflächen seines Sechsecks je ein Paar Tierkreiszeichen. Auf der stark gebauchten Säule steht ein Schildhalter in antiker Rüstung, auf dem Schild ist das Stadtwappen zu sehen.