Brignone auf Gold-Kurs, Rast zurück
Federica Brignone hat nach Gold im Super-G auch den Sieg im Olympia-Riesenslalom im Visier. Nach 30 Fahrerinnen führt die Italienerin deutlich. Camille Rast büsst viel Zeit ein.
Auf dem nicht allzu steilen, aber mit vielen Wellen versehenen und daher tückischen Hang in Cortina d'Ampezzo entwickelte sich ein Rennen, in dem die hinteren Startnummern das Klassement ordentlich durcheinanderwirbelten. Bis Brignone als 14. ins Rennen stieg, führten Lara Colturi, Sara Hector und Thea Stjernesund zeitgleich. Die 35-jährige Italienerin legte dann mit einer fehlerfreien Fahrt eine Differenz von 0,74 zwischen sich und das Trio und lancierte das Rennen neu.
In die Lücke stiessen in der Folge überraschend die Slalomspezialistin Lena Dürr (0,34 Sekunden zurück) aus Deutschland und Brignones Landsfrau Sofia Goggia (+0,46), die in den Speed-Disziplinen stärker einzuschätzen ist als im Riesenslalom.
Camille Rast war im ersten Streckenteil die Schnellste, büsste unten mit einer fehlerhaften Fahrt aber viel Zeit ein und liegt mit 1,14 Sekunden Rückstand im 12. Zwischenrang, direkt hinter Julia Scheib. Der Saisondominatorin aus Österreich, die vier von acht Riesenslaloms gewinnen konnte, hatte wie so viele andere Fahrerinnen über die letzte Welle vor dem Ziel eine falsche Richtung und verlor viel Zeit. Den beiden fehlen rund sieben Zehntel auf das Podest.
Vanessa Kasper (22.) und Sue Piller (25.) büssten mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit ein. Wendy Holdener verzichtete kurzfristig auf einen Start. Die Schwyzerin konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf den Slalom vom Mittwoch.
Der zweite Lauf startet um 13.30 Uhr.