Bombenanschlag in Kolumbien tötet 19 Zivilisten
Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind bei einem Bombenanschlag Behördenangaben zufolge mindestens 19 Zivilisten getötet worden. «Dieser niederträchtige und nicht zu rechtfertigende Akt versetzt die Familien in tiefe Trauer», hiess es in einer Mitteilung der Gouverneursbehörde.
Der Angriff ereignete sich nach Behördenangaben im Ort Cajibío im Departamento Cauca im Südwesten Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus und explodierte. Mehr als 48 Menschen wurden verletzt, darunter fünf Minderjährige, wie die Gouverneursbehörde weiter mitteilte.
Für Cauca wurden drei Tage Staatstrauer angeordnet. Mehrere Spezialteams arbeiteten an der Identifizierung der Opfer, wie das Nationale Institut für Rechtsmedizin mitteilte.
Augenzeugen berichten von Vorfall
Auf vom Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, auf X veröffentlichten Bildern waren erhebliche Schäden an mehreren Fahrzeugen zu sehen. Er sprach von einer «Tragödie», warnte vor einer «terroristischen Eskalation» und forderte entschlossene Massnahmen der Regierung. Die Zeitung «El Tiempo» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Strasse gestoppt und blockiert.
Ein Überlebender schilderte dem Sender Noticias Caracol die Explosion. Er sei durch die Druckwelle mehrere Meter weggeschleudert worden. Ein weiterer Betroffener berichtete der Zeitung «El Tiempo»: «Ich hatte das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben, aber alles ging in einem Augenblick vorbei.» Sein Fahrzeug sei durch die Wucht der Explosion angehoben worden.
Regierung macht Farc-Dissidenten verantwortlich
Präsident Gustavo Petro sprach im Zusammenhang mit dem Vorfall von Terrorismus. Die Täter bezeichnete er als «Terroristen, Faschisten und Drogenhändler» und machte Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich.