Investoren versprechen mit Bloom ein blühendes Quartier
Dem Citycenter im Rapperswiler Zentrum ergeht es wie praktisch allen Grossprojekten in der Stadt – er stösst auf Widerstand in Form von Einsprachen und Rekursen (die Linth-Zeitung berichtete).
Nun versuchen die Investoren mit einem Verfahrenskniff sowie einer Informations- und Charmeoffensive, die Blockade für das 140-Millionen-Projekt zu lösen. Auf der Projekt-Website sind ab Dienstag zwei Videos aufgeschaltet. Ein eher nüchternes, das Erklärungen zum Sondernutzungsplan liefert. Und ein mit Stimmungsmusik unterlegtes, in dem die Architektin, die Projektleiterin, Fabian Villiger als Vertreter der Investorenfamilie sowie der städtische Bauchef Thomas Furrer die Qualitäten des Projekts anpreisen.
Villiger erklärt im Video auch den Namenswechsel. «Unter Citycenter stellt man sich ein grosses Einkaufszentrum vor. Das wollen wir gar nicht realisieren», sagt er. «Wir wollen ein Quartier entstehen lassen, es soll etwas aufblühen.» Bloom heisst auf Deutsch Blüte oder blühen.
Mehr Wohnen, weniger Gewerbe
Unterlegt werden die blumig formulierten Visionen mit dem Hinweis, dass 75 Prozent der Nutzfläche der geplanten Überbauung für Wohnen reserviert seien. Gegenüber der ersten Planung ist der Wohnanteil inzwischen erhöht, jener der publikumsintensiven Nutzungen reduziert worden. Flächen für Gewerbenutzungen, Gastronomie, Food und Detailhandel sind nach wie vor in den Erdgeschossen geplant, darüber auch einige Büroflächen. Die Wohnungen sind in den oberen Geschossen vorgesehen.