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Schweiz und Welt

Bisher «nur» ein blaues Auge

Südostschweiz
13.10.2020, 04:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

von Jürg Huber

Hannes Schiesser sagt: «Wir sind der Regierung sehr dankbar für die Zusammenarbeit während des Lockdown.» So sei es im Gegensatz zu anderen Branchen laut dem Präsidenten des Baumeisterverbandes Glarus in der Baubranche auch während des Lockdown stets möglich gewesen, weiter zu arbeiten. Natürlich ging das nur unter Einhaltung gewisser Sicherheitsmassnahmen. Aber damit konnten zum Beispiel im Glarnerland in den 16 Firmen rund 1200 Mitarbeitende weiter beschäftigt werden. «Auch mit der im Glarnerland gebildeten Task Force konnte man rasch und produktiv zusammenarbeiten.» Vor allem deshalb sei man mit einer Umsatzeinbusse von durchschnittlich 10 Prozent mit einem blauen Auge davongekommen.

Zwar sei es auch auf dem Bau zu vereinzelten Entlassungen gekommen, sagt Schiesser. «Diese müssen aber nicht alle im Zusammenhang mit Corona stehen.» Aber: Während angefangen Projekte jetzt noch für eine gute Auslastung sorgen, könnte sich das möglicherweise bald ändern. «Die Unsicherheit wird ziemlich sicher zu einem zögerlichen Handeln bei neuen Bauprojekten führen.» Da könne die öffentliche Hand helfen, indem Baugesuche schnell bearbeitet würden.

Appell an Fairness

Auch eigene anstehende Investitionen wie Sanierungen könnten vorgezogen werden, um die Wirtschaft im Allgemeinen anzukurbeln. «Da geht es nicht nur um uns, sondern auch um das Baunebengewerbe, die Gastronomie und vieles mehr.»

In diesem Zusammenhang sei es ihm aber auch ein Anliegen, sagt Schiesser, dass die Aufträge fair vergeben würden. «Es gibt hier Spieler, die sich an die Regeln halten, und einige, die das leider nicht tun.» Mit dem Informationssystem Allianz Bau (Isab) gebe ein einfaches Instrument, das zeige, wer sich an die Gesetze und Regeln halte und wer nicht. «Wir sprechen hier von der Einhaltung des Landesmantelvertrags, der die Löhne, die Sicherheit und zusätzliche Sozialabgaben regelt.»

Nur wer sich an diese Abmachungen halte, könne das mit der Isab-Karte ganz einfach belegen. «Grundsätzlich soll der Markt spielen, aber nur unter denen, die stets fair spielen.»

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