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Schweiz und Welt

Besuch bei den Schulen in Roveredo

Südostschweiz
01.04.2020, 17:32 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Vor rund drei Wochen hat der Kanton Graubünden entschieden, dass die Schulen schliessen müssen. Der Fernunterricht wurde Alltag für die Schulkinder und Lehrpersonen. Wie es in einer Mitteilung heisst, wollten der Regierungsrat Jon Domenic Parolini und der Standespräsident Alessandro della Vedova nun wissen, wie der Fernunterricht praktisch funktioniert.

Dafür besuchten sie Schulen in Roveredo und machten sich ein Bild vor Ort. Als Erstes stand ein Besuch im Kindergarten (La Cioldina) auf dem Programm. Die Kinder kamen mit ihren Eltern gestaffelt im Kindergarten vorbei. Sie holten Materialien und Aufgaben ab. Auch kam die Kindergärtnerin zu Wort. Sie erklärte, wie der Fernunterricht auf dieser Stufe stattfindet und berichtete von ihren ersten Erfahrungen damit.

Als Zweites fand ein Treffen mit den Verantwortlichen der Primarschule in Riva statt. Der Schulleiter und die Lehrpersonen erklärten den Vertretern des Kantons, wie sie den Fernunterricht auf dieser Stufe geplant haben und wie digitale Geräte je nach Altersstufe in den Unterricht eingeführt werden.

Anschliessend schauten sich Parolini und Vedova die Schule der Sekundarstufe 1 (Mondan) an. Sie erhielten einen Einblick in den Klassenchat, den der Klassenlehrer organisierte. Im Chat erhielten die Schülerinnen und Schüler Erläuterungen und Details.

Gute Lösungen erarbeitet

Die verschiedenen Varianten des Unterrichts wurden während der ersten Woche nach den Schulschliessungen erarbeitet. Die Schulen bereiteten sich intensiv auf den Fernunterricht vor, wie es in der Mitteilung heisst. Im Laufe der zweiten Woche wurden auf verschiedenen Ebenen Tests durchgeführt. Diese reichten von der Kommunikation bis hin zur Funktionstüchtigkeit der eingesetzten Tools. Seit dem 30. März läuft der Fernunterricht vom Kindergarten bis zur 9. Klasse. In den tieferen Klassen findet der Fernunterricht analog statt. Ab der 5. Klasse werden auch digitale Geräte eingesetzt.

Die Vertreter des Kantons betonen, dass Roveredo eines konkreten Beispiels für die praktische Ausgestaltung des Fernunterrichts sei. Jedoch hätten auch alle andere Schulen im Kanton nun eine gute Lösung gefunden. (paa)