Bessere Geschäftslage der Schweizer Firmen – Erwartungen eingetrübt
Die Schweizer Wirtschaft steht im Frühjahr 2026 wieder besser da. Die Geschäftslage der hiesigen Unternehmen hat sich im April aufgehellt. Für die Zukunft sieht es allerdings schlechter aus.
Der KOF-Geschäftslageindikator für den April notiere wieder über dem Niveau vom Januar, teilte das KOF Institut am Mittwoch in einem Communiqué mit. Nach einem zwischenzeitlichen Taucher im März nach Beginn des Irankriegs sei er über das Niveau vom Jahresbeginn 2026 gestiegen.
Im Verarbeitenden Gewerbe habe sich der Indikator vollständig erholt. Noch deutlicher steige der Geschäftslageindikator im Projektierungsbereich, moderater im Grosshandel. Leicht im Aufwind sind zudem der Bereich übrige Dienstleistungen und der Detailhandel.
Nicht ganz an die Werte des Vormonats anschliessen konnte laut KOF der Geschäftslageindikator im Baugewerbe und im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Eine deutliche Abkühlung verzeichnete das Gastgewerbe.
Geschäftserwartungen sinken
Mit Blick nach vorne ziehen allerdings Wolken auf: Die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die Entwicklung im nächsten halben Jahr trüben sich den Angaben zufolge verbreitet ein. Besonders ausgeprägt sei dies im Gastgewerbe, im Grosshandel und im Verarbeitenden Gewerbe der Fall gewesen.
Etwas weniger stark sei die Eintrübung bei den übrigen Dienstleistungen, den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Projektierungsbereich ausgefallen. Im Baugewerbe bleiben die laut KOF Geschäftserwartungen gegenüber dem Vormonat unverändert, während sie im Detailhandel leicht günstiger ausfielen.
Preise hoch – Löhne nicht
Schweizer Unternehmen planen aber auch deutlich häufiger als bisher, ihre Preise anzuheben. Besonders ausgeprägt sei die Entwicklung im Grosshandel, aber auch im Baugewerbe, im Detailhandel, im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sei sie klar erkennbar.