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Schweiz und Welt

Die Sternschnuppen ziehen über die Südostschweiz

Jasmin Schnider (JAC)
12.12.2022, 15:33 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Wie immer vor Weihnachten lassen sich in diesen Tagen gehäuft Sternschnuppen am Himmel beobachten. Es handelt sich dabei um die sogenannten Geminiden. Besonders in der Nacht auf Dienstag ist die Chance laut Roger Perret, Meteorologe bei Meteonews, sehr hoch, Sternschnuppen in der ganzen Südostschweiz zu entdecken. «Die Nacht auf Dienstag wird klar, sodass man viele Sternschnuppen sehen kann, wenn man länger gen Himmel schaut.» Es gebe jedoch auch einige Wolkenfelder, welche den Sternenhimmel partiell etwas bedecken könnten. 

Besonders gut liessen sich die Geminiden in der Höhe sehen. «Man braucht einen dunklen Ort mit wenig Lichtverschmutzung», erklärt Perret. Denn wo weniger Lichtverschmutzung herrsche, lasse sich der Sternenhimmel besser beobachten. So eignet sich beispielsweise ein einsamer Berggipfel besser als eine Stadt mit viel Licht.

Werdet ihr nach den Geminiden Ausschau halten?

Wahrscheinlichkeit, Sternschnuppen zu sehen, nimmt ab

Am meisten Geminiden streifen uns in der Nacht auf Mittwoch. Just in dieser Nacht sind sie jedoch nicht mehr gut sichtbar. «In der Nacht auf Mittwoch sieht es schlecht aus», so Perret. Es sei bewölkt und habe kaum Lücken, die den Blick auf den Sternenhimmel freigeben. «Wer in den Himmel sieht, wird vermutlich nur Wolken sehen.»

Auch in der zweiten Wochenhälfte dürfte es schwieriger werden, Sternschnuppen zu entdecken. Vom Wetter her werden die Bedingungen laut Perret zwar besser, es werden jedoch weniger Sternschnuppen zu sehen sein, da die Geminiden ab Mitte Woche bereits wieder abnehmen.

Geminiden zählen zu den stärksten Sternschnuppen-Ereignissen

Nebst den Perseiden im August zählen die Geminiden zu den stärksten Sternschnuppen-Ereignissen im Laufe eines Jahres. Gemäss einer Mitteilung von Meteonews können in ihrem Maximum zwischen 50 und 150 Meteore pro Stunde beobachtet werden. Wie es weiter heisst, handelt es sich bei den Geminiden um Überreste des Asteroiden 3200 Phaeton, einem Objekt mit einem Durchmesser von rund sechs Kilometern. Die Partikel treten mit einer Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 126'000 Kilometern pro Stunde. Dies sei mit anderen Sternschnuppen verglichen langsam und habe zur Folge, dass die Partikel beim Verglühen relativ lange leuchten und dadurch besser vom menschlichen Auge erfasst werden können.