Berset und Koch beruhigen in Graubünden
Sie sind die obersten Ansprechpartner, wenn es um die Coronakrise geht. Bundesrat Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) und Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) treffen sich am Montagnachmittag in Cazis mit einer Bündner Delegation, bestehend aus Regierungspräsident Christian Rathgeb (Departement Finanzen und Gemeinden) sowie den Regierungsräten Marcus Caduff (Volkswirtschaft und Soziales) und Peter Peyer (Justiz, Sicherheit und Gesundheit).
Gesprächsthemen gab es zur Genüge. So wurde besprochen, wie der Kanton Graubünden die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus meistern kann. ein weiteres Thema war die Umsetzungsstrategie des Bundes zur schrittweisen Lockerung der Massnahmen. Und Berset nahm Stellung zur Frage, ob man augrund der momentanen Corona-Krise im Sommer wieder reisen könne. Was Reisen ins Ausland betreffe, so bestehe eine grosse Ungewissheit. In der Schweiz hingegen «haben wir viel mehr Einfluss», sagte er.
Domat/Ems, Bonaduz, Rhäzüns, Cazis
Bersets Delegation flog am Montagvormittag per Helikopter nach Graubünden. Erster Programmpunkt war eine Visite bei der Hamilton Medical in Domat/Ems. Das Unternehmen stellt Beatmungsgeräte her, die für Corona-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht werden. Dieses Jahr will es seine Produktion hochfahren.
Nächste Programmpunkte waren Besuche bei den Freiwilligen einer Nachbarschaftshilfe und bei Mitarbeitenden der Hotline für psychologische Erste Hilfe. An beiden Orten wollte Berset auch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprechen.
Schliesslich wollte sich der Innenminister gemäss Programm mit der Kantonsregierung austauschen. Zum Schluss des Besuches und vor dem Rückflug nach Bern war am Nachmittag ein Treffen mit Medienvertretern geplant.
Quelle: Kantonaler Führungsstab Graubünden
Viele Corona-Fälle pro Kopf
Graubünden hat im landesweiten Vergleich viele Corona-Fälle pro Kopf. Auf 100'000 Einwohner kamen am Sonntag rund 378 bestätigte Fälle, wie das BAG schrieb. Einen höheren Anteil hatten unter anderen Genf, die Waadt und das Tessin. Bisher zählte Graubünden 769 Infizierte und 40 Todesfälle.