Berset trifft die kantonalen Gesundheitsvertreter
Die Vertreter der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) haben sich am Donnerstag mit Gesundheitsminister und Bundesrat Alain Berset zum Austausch getroffen. An einer Medienkonferenz präsentieren Berset und GDK-Präsident Lukas Engelberger die neusten Erkenntnisse.
Ihr könnt die Medienkonferenz hier im Livestream verfolgen:
Bereits beschlossen hat der Bundesrat, dass er die zehntägige Coronavirus-Quarantäne auf sieben Tage verkürzen will. Bedingung ist ein negativer Test am siebenten Tag. Der Vorschlag ist bei den Kantonen in der Vernehmlassung. Zürich verhängte eine Maskenpflicht an seinen Schulen ab der vierten Klasse.
Nach dem Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten oder der Rückkehr aus einem Risikogebiet gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Auf Betreiben der Wirtschaftsverbände und Sozialpartner schlägt der Bundesrat mit der Änderung zweier Covid-19-Verordnung eine Verkürzung auf sieben Tage vor. Er veröffentlichte seine Vorschläge am Donnerstag.
Für die Verkürzung stehen drei Varianten zur Auswahl. In einer ersten soll diese Kontaktquarantäne aufgehoben werden, wenn am siebenten Tag ein Test auf das Virus negativ ausfällt. Variante zwei sieht vor, die Betroffenen aus der Quarantäne zu entlassen, wenn der Test am ersten Tag der Massnahme und am siebenten Tag negativ ist.
Die dritte Variante verlangt von den unter Quarantäne Stehenden zur Aufhebung der Massnahme einen negativen Test am fünften Tag nach dem letzten Kontakt zum Infizierten. Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass nach dem fünften Tag einer Infektion noch viele Menschen Symptome entwickeln.
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) gibt der Test- und Freigabestrategie in der ersten Variante den Vorzug. So lasse sich bei geringem Risiko weiterer Infektionen und vertretbarem Aufwand für die Kantone ein grosser Nutzen für die Betroffenen erzielen, schreibt der Bundesrat.