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Schweiz und Welt

Bericht nimmt Angebote für Menschen mit Behinderung unter die Lupe

Südostschweiz
01.10.2021, 13:36 Uhr
heute um 11:31 Uhr

Vor zwei Jahren hat der Kanton Glarus das Projekt «Ausrichtung des Behindertenwesens im Kanton Glarus auf die UN-Behindertenrechtskonvention» gestartet. Entstanden ist ein Bericht, der den bestehenden Angeboten für Menschen mit Behinderung gute Noten gibt, wie aus einer Mitteilung des Glarner Regierungsrates hervorgeht. Befragt wurden Menschen mit Behinderung, Angehörige und Fachpersonen zu den drei Themen Wohnen, Arbeit und Bildung und soziale Teilhabe.

Der Bericht zeige aber auch Handlungsempfehlungen auf. Demnach wünschen sich Menschen mit Behinderung mehr Privatsphäre in den Institutionen, wollen mehr selbst bestimmen und mitreden können. Auch selbständigeres Wohnen ist ein Wunsch der befragten Personen.

Mehr Angebote für Angehörige gefordert

Auch inklusive Arbeitsplätze, die Menschen mit erschwertem Zugang zum ersten Arbeitsmarkt eine Begleitung und Unterstützung bieten, braucht es gemäss dieser Umfrage mehr. Für eine bessere berufliche Integration empfehlen die Autoren des Berichts ein kantonales Netzwerk und regelmässige Treffen. Gefordert wird ausserdem, dass der Kanton bestehende Entlastungsangebote für Angehörige besser bekannt macht und prüfen soll, ob es zusätzliche Angebote braucht.

Der Bericht diene dem Kanton Glarus als Grundlage für die Umsetzungsplanung, schreibt der Regierungsrat. Die Empfehlungen würden geprüft, konkretisiert und je nach verfügbaren Ressourcen und anderer laufender Projekte priorisiert. Die wichtigsten Punkte sollen gemäss Regierung dann künftig in einem Behindertenintegrationsgesetz geregelt werden. Dieses soll der Landsgemeinde 2024 unterbreitet werden. (so)

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