Rat ist für Steuersenkungen und die Neuregelung Ruhegehälter
Die Diskussionen rund um den Vorstoss Hohl bezüglich Steuerentlastung für Familien und Fachkräfte dominierten den ersten Sessionstag. Mit 86 Ja-Stimmen war eine klare Mehrheit des Rates der Meinung, dass es wichtig ist, die Attraktivität des Kantons Graubünden auch als Wohnort weiterhin zu verbessern, indem eine weitere Erhöhung der Kinderabzüge, des Fremdbetreuungsabzugs sowie des Zweitverdienerabzugs im Rahmen einer Auslegeordnung überprüft wird. SVP-Grossrat Jan Koch betonte, dass eine Steuerentlastung für den Durchschnittsverdiener den Konsum und damit das Wirtschaftswachstum ankurble, denn wer weniger Steuern bezahlen müsse, könne und werde mehr Geld ausgeben. Kritische Stimmen gab es seitens SP, welche die Mindereinnahmen für den Kanton und die Gemeinden betonten.
Investitionsmüdigkeit aufgrund von langen Behandlungsfristen
In der Antwort der Regierung auf die Anfrage von SVP-Grossrat Thomas Gort betreffend Behandlungsfristen in der Raumplanung zeigte sich, dass die Arbeitslast beim Amt für Raumentwicklung (ARE) aufgrund der anstehenden Ortsplan-Revisionen hoch ist und auch weiter zunehmen wird, was auch aufgrund der Komplexität der Materie zu Verzögerungen führen kann. Besonders bedauerlich ist es, wenn Einsprachen Bauprojekte blockieren, weil bereits von Gemeinden erarbeitete und eingereichte Ortsplan-Revisionen von der Regierung noch nicht genehmigt sind. Als Leiterin der Regionalentwicklung warnte ich davor, dass lange Behandlungsfristen, aber auch durch hängige Ortsplanung blockierte Bauprojekte Investoren abschrecken können. Entsprechend sei seitens kantonaler Verwaltung alles daran zu setzen, dass die Behandlungsfristen möglichst kurz gehalten werden können, damit Gemeinden in ihrer Weiter-entwicklung und Wachstum nicht blockiert werden