Bencic und Co. wollen im Billie Jean King Cup zurück in die Finals
Am Freitag und Samstag kämpft die Schweiz gegen Tschechien in Biel um den Einzug ins Finalturnier des Billie Jean King Cups. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Belinda Bencic.
Für Belinda Bencic ist es eine schöne Rückkehr. Letztmals stand die Olympiasiegerin von 2021 vor eineinhalb Jahren im Billie Jean King Cup im Einsatz – bei der Rückkehr auf die grosse Bühne und mit der gerade sieben Monate alten Tochter Bella als Begleiterin. Bencic gewann damals in Biel gegen Serbien beide Einzel und an der Seite von Jil Teichmann das Doppel.
Am Freitag und Samstag wird die Aufgabe gegen Tschechien allerdings deutlich schwieriger. Die Weltnummer 11 Bencic ist der grosse Schweizer Trumpf, um sich für die Finals in Shenzhen zu qualifizieren. Neben dem Gastgeber China werden im November die sieben Sieger der so genannten Qualifier von diesem Wochenende dabei sein.
Bencic freut sich über Rückkehr ins Team
Im letzten Jahr passte der Billie Jean King Cup nicht in das Programm von Bencic, sie fehlte sowohl in Polen als auch in Argentinien. Schweren Herzens, wie sie sagt. «Ich war sehr traurig, die letzten beiden Male nicht dabei gewesen zu sein und freue mich nun um so mehr, wieder für die Schweiz auflaufen zu dürfen», erklärte die 29-jährige Ostschweizerin diese Woche und strahlte über das ganze Gesicht. Die Schweizerinnen zeichnet seit Langem ihr ausgeprägter Teamgeist aus, der 2022 in Glasgow zum Triumph im früher Fedcup genannten wichtigsten Teamwettkampf führte – auch dank einem Halbfinalsieg gegen Tschechien.
Gute Erinnerungen an die Tennis-Grossmacht hat auch Viktorija Golubic (WTA 79). Beim letzten Heimspiel gegen die Tschechinnen, 2016 im Halbfinal in Luzern, brillierte die damals 23-jährige Zürcherin erstmals auf der grossen Bühne mit Dreisatz-Siegen gegen Karolina Pliskova und Barbora Strycova, auch wenn die Schweiz am Ende 2:3 verlor. Letztere ist heute Captain der Tschechinnen.
Die siebenfachen Titelträgerinnen verfügen wie üblich über ein starkes Team, auch wenn die Nummer 1 Karolina Muchova diesmal fehlt. Angeführt von der 21-jährigen Linda Noskova (WTA 14) kann Strycova auch auf Marie Bouzkova (WTA 24) und die Linkshänderin Marketa Vondrousova (WTA 45), Wimbledonsiegerin von 2023 und im Olympiafinal Bencic unterlegen, zählen.