Bei Winterthur – St. Gallen beide Teams unter Druck
Winterthur empfängt St. Gallen zum Nachtragsspiel. Für die Ostschweizer sind drei Punkte Pflicht, um Leader Thun nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Das Schlusslicht aus Winterthur hingegen hofft nach der Niederlage gegen YB auf frische Kräfte.
Die Temperaturen steigen langsam, und irgendwann werden sich in den nächsten Wochen Frühlingsgefühle einstellen. Auch auf der Winterthurer Schützenwiese, wo Mitte Januar so gar nicht ans Fussballspielen hatte gedacht werden können. Das Terrain war derart stark gefroren, dass Schiedsrichter Alessandro Dudic die Verletzungsgefahr für die Spieler als zu hoch einstufte und das Aufeinandertreffen zwischen Winterthur und St. Gallen verschob.
Einen Monat später nehmen die beiden Teams nun einen neuen Anlauf. Am Mittwoch reist der FCSG zum FCW. Es ist das Duell zweier Mannschaften, die sich in unterschiedlichen Regionen der Tabelle in vergleichbarer Rolle wiederfinden, nämlich derjenigen des Jägers. Die St. Galler sind erster Verfolger von Leader Thun, wobei diese Bezeichnung in Anbetracht des äusserst komfortablen Vorsprungs der Berner Oberländer von 15 Punkten schon fast in Anführungszeichen gesetzt werden könnte.
Insofern ist für das Team von Enrico Maassen ein Sieg auf der Schützenwiese Pflicht, sollen in der Ostschweiz zumindest noch leise Meisterträume gehegt werden. Von den letzten fünf Partien konnte der FCSG indes nur gerade das Heimspiel gegen die Young Boys siegreich gestalten.
Rahmens schweifende Gedanken
Winterthur wiederum jagt den Grasshoppers hinterher. Mit einem Sieg würde sich die Lücke zum Rekordmeister auf dem Barrage-Platz auf vier Punkte verringern. Zweifelsohne lebt beim lange Zeit abgeschlagenen Schlusslicht die Hoffnung, das «Wunder» vom Ligaerhalt vom letzten Jahr zu wiederholen.