Graubünden führt Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung ein
Der Kanton Graubünden hat ein neues Notfallkonzept eingeführt. In jeder Gemeinde im Kanton steht nun mindestens ein Notfalltreffpunkt für die Bevölkerung zur Verfügung, der bei Bedarf in öffentlichen Gebäuden eingerichtet wird. Betrieben werden diese Treffpunkte primär, falls Kommunikationskanäle wie Telefonnetz und/oder Radio/Fernsehen wegen einer Strommangellage oder eines Stromblackouts ausfallen sollten, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.
Derzeit seien keine Notfalltreffpunkte in Betrieb – sie werden nur im Ereignisfall betrieben. Ob ein Notfalltreffpunkt in Betrieb genommen wird, hängt vom jeweiligen Ereignis und der Gefährdung ab. Notfalltreffpunkte sollen der Bevölkerung und Gästen in Notlagen eine Anlaufstelle bieten, wo Informationen über die aktuelle Lage eingeholt oder Notrufe (Polizei, Feuerwehr, Sanität) abgesetzt werden können.
Die Bevölkerung des Kantons Graubünden erhält morgen Freitag einen Flyer mit Informationen über die Notfalltreffpunkte in alle Haushalte verteilt, wie es weiter heisst. Weitere Informationen und eine aktuelle Übersicht über die Notfalltreffpunkte in Graubünden befinden sich unter www.notfalltreffpunkt.ch.
Zwölf Notfalltreffpunkte in Chur
In Chur sind zwölf Notfalltreffpunkte vorgesehen, wie die Stadt ihrerseits mitteilt. Aufgrund der optimalen topografischen Verteilung und der vorhandenen Infrastruktur werden im Ereignisfall Schulanlagen umfunktioniert und entsprechend gekennzeichnet. Die Treffpunkte sind jeweils einem Stadtgebiet zugeordnet und werden – abhängig von der Situation – alle gleichzeitig oder vereinzelt in gewissen Gebieten in Betrieb genommen. Die Notfalltreffpunkte seien ausgerüstet mit Notbeleuchtung, Arbeitsplätzen für das Einsatzpersonal sowie Funkgeräten für den Kontakt mit Behörden, Polizei oder Feuerwehr. (red)