Zügenschlucht wird wieder geöffnet
In einer Mitteilung vom Mittwoch lässt die Gemeinde wissen, dass die Aufräumarbeiten in der Zügenschlucht bis am Sonntag abgeschlossen und diverse Vorsichtsmassnahmen umgesetzt werden. Der Weg soll daher am Montag, 2. September, um 10 Uhr für die Öffentlichkeit wieder begeh- und befahrbar sein.
Der äusserst beliebte Weg zwischen Schmelzboden und Wiesen Station führt über rund vier Kilometer am Grund der Zügenschlucht entlang. Dadurch verläuft er auf weiter Strecke unter steilen Felswänden, und es gab in den vergangenen Jahren immer wieder Steinschlagvorkommnisse. Nach einem Unwetter im Juli 2023 musste der Weg vollständig geschlossen werden, und aufwendige Aufräumarbeiten nahmen das ganze restliche Jahr in Anspruch. «Das Team der Technischen Betriebe der Gemeinde Davos hat mit grossem Einsatz die tonnenschweren Felsbrocken und weiteren Hindernisse beseitigt, damit der Weg wieder begehbar ist», schreibt die Gemeinde dazu. Allerdings seien aufgrund der weiterhin bestehenden Gefahren noch weitere Massnahmen notwendig gewesen. Vor der Wiedereröffnung des Weges seien an beiden Zugängen zur Schlucht Infotafeln angebracht worden. Diese würden auf die Gefahren hinweisen, denen Benutzende auf einem solchen Weg ausgesetzt seien. Zentral dabei ist die Umklassierung der Alten Zügenstrasse durch den Kanton Graubünden zu einem Bergwanderweg, und die Markierung wurde entsprechend auf weiss-rot-weiss angepasst. Damit werde die Öffentlichkeit auf potenzielle Gefahren wie Steinschlag und weitere Naturereignisse aufmerksam gemacht und für ein angepasstes Verhalten sensibilisiert, lässt die Gemeinde weiter wissen. Dazu gehört, dass die Infrastruktur entfernt wurde, welche die Gäste zum Verweilen einlädt. Entsprechend gibt es in der Schlucht keine Sitzbänke mehr, Infotafeln wurden entfernt, Klettersteige oder der Gesteinslehrpfad aufgehoben. Dadurch erhofft man sich eine kürzere Aufenthaltsdauer und damit eine geringere Gefahrenexposition. Einzig im Bereich der Grillstelle Brumbänz wird die Situation so eingeschätzt, dass ein Verweilen und Rasten möglich ist. «Der Kleine Landrat hofft, dass damit eine gute Lösung auf dem schmalen Grat zwischen touristischer Nutzung und dem Umgang mit Naturgefahren umgesetzt werden kann», schreibt die Gemeinde.