Basketball-Senior James als Zugpferd
Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind noch aktiv, LeBron James tritt mit den Los Angeles Lakers zu den NBA-Playoffs an. Über die Resilienz der betagten Superstars und ihren Wert für den Sport.
LeBron James hat auch mit 41 Jahren keinen Funken seiner Leidenschaft für den Basketball verloren. «Sagt mir, dass das Spiel nicht gerade abgebrochen wurde. Bilde ich mir das nur ein? Was zum Teufel?», schimpfte er in dieser Woche auf dem Sofa, als der übertragende TV-Sender technische Probleme hatte. Dass James sich die grossen NBA-Spiele live ansieht, ist keine Überraschung. Dass er immer noch aktiv Teil davon ist, schon eher.
Denn als erster Profi überhaupt bestreitet «King James», wie der viermalige NBA-Meister genannt wird, seine 23. Saison in der besten Basketball-Liga der Welt. Viele seiner Teamkollegen, unter ihnen sein Sohn Bronny, waren im Kindergarten oder noch nicht geboren, als James 2003 erstmals das NBA-Parkett betrat. Im Sommer dürfte er einen weiteren Vertrag unterschreiben und seine 24. Saison in Angriff nehmen.
Die «Alten» immer noch die Stars
Doch damit nicht genug. James spielt nicht einfach nur mit, er soll die Los Angeles Lakers zum Start in die Playoffs in der Nacht auf Sonntag auch noch anführen. Gegner sind die Houston Rockets, das Team mit dem Genfer Clint Capela und dem 37 Jahre alten Kevin Durant.
«Ich bin total aufgeregt. Die Playoffs beginnen. Wir sind bereit», sagte James in seinem Video-Podcast «Mind the Game» mit dem früheren Profi Steve Nash. Dass Stars wie James, Durant oder Dreier-Spezialist Stephen Curry noch immer auf sehr hohem Niveau in der NBA mitmischen, ist für die Liga ungemein wichtig.
Zwar findet sich im jungen Franzosen Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs ein angehender Superstar in der Liga. Doch die Dichte der Stars, die über den Sport hinaus in die USA strahlen, ist längst nicht so hoch wie in den Neunziger- oder den Nuller-Jahren.
Während sämtliche Basketball-Experten mit Blick auf die Playoffs die Los Angeles Lakers bereits abschreiben, weil mit Luka Doncic und Austin Reaves zwei Topstars verletzungsbedingt fehlen, träumt James von einer Rückkehr auf die grösstmögliche Bühne. «Ein Final zwischen Boston und den Lakers wäre absolut verrückt. Ich hatte viele Celtics-Serien im Osten. Dort mögen sie mich nicht besonders.»