Barry Callebaut kehrt im dritten Quartal zu Volumenwachstum zurück
Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat im dritten Quartal nach mehr als zwei Jahren Flaute wieder mehr Schokolade verkauft. Dank der Rückkehr zu einem positiven Volumenwachstum sieht sich der Konzern auf Kurs zu seinen Jahreszielen.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 blieb der Absatz wegen des schwachen ersten Halbjahres allerdings weiterhin unter dem Vorjahr. Von September bis Mai setzte der Konzern insgesamt 1,557 Millionen Tonnen Schokolade und Kakaoprodukte ab, wie er am Donnerstag mitteilte.
Das entspricht einem Rückgang um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem das Minus zur Halbjahresperiode noch 6,9 Prozent betragen hatte. Im dritten Quartal allein legte das Volumen dagegen um 5,7 Prozent zu und übertraf damit den Vorjahreswert erstmals seit über zwei Jahren wieder.
Damit schnitt der weltweit grösste Schokoladenhersteller beim Absatz leicht besser als von Analysten erwartet ab. Beim Umsatz lag er etwas unter dem AWP-Konsens.
Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten um 12,7 Prozent auf 9,56 Milliarden Franken. Ausschlaggebend waren dafür vor allem die deutlich tieferen Kakaopreise gegenüber dem aussergewöhnlich hohen Vorjahresniveau. Aufgrund seines Geschäftsmodells gibt Barry Callebaut Rohstoffpreisveränderungen weitgehend an seine Kunden weiter. Dazu kamen Währungseffekte.
Erholung verläuft regional unterschiedlich
Die Entwicklung verlief in den einzelnen Geschäftsbereichen und Regionen unterschiedlich. Das Schokoladengeschäft verzeichnete im Neunmonatszeitraum ein Absatzminus von 2,3 Prozent, kehrte im dritten Quartal aber ebenfalls auf Wachstumskurs zurück. Im Kakaogeschäft beschleunigte sich das Wachstum im dritten Quartal auf 18 Prozent, nachdem die Korrektur der Kakaopreise die Nachfrage sowie Lageraufstockungen begünstigt hatte.
Regional erwies sich die Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) als stärkster Wachstumstreiber, während Nordamerika trotz einer deutlichen Verbesserung im dritten Quartal wegen der Lieferprobleme im ersten Halbjahr weiterhin klar unter Vorjahr lag.