Venda und Flügel
Bis anhin waren in den öffentlichen Bussen in Chur, dem Oberengadin und Davos ChipCard-/Easydrive-Geräte im Einsatz. Mit dem Fahrplanwechsel erfolgt in Davos nun die Umstellung auf Venda. Chur soll im ersten Quartal 2023 folgen, das Oberengadin im vierten Quartal. Wer noch über Guthaben auf einer ChipCard-/Easydrive-Karte verfügt, kann sie entweder am Bahnhof oder direkt bei der Zentrale des Verkehrsbetriebs Davos, Dorfstrasse 18, Davos Dorf zurückgeben. Dazu müssen die entsprechenden Karten mitgebracht werden, und das Guthaben wird auf einen Swiss-Pass übertragen.
Mit dem neuen System können Fahrgäste an den Venda-Automaten bargeldlos elektronische, für den Kanton Graubünden gültige Tickets und Abonnements lösen. Installiert sind sie in allen Bussen dieser Regionen sowie auf diversen Bündner Postauto-Linien und einigen ausgewählten RhB-Bahnhöfen. Venda-Automaten befinden sich auch an acht stark frequentierten Haltestellen der Davoser Verkehrsbetriebe. Der Kauf erfolgt bargeldlos, die Tickets werden ausschliesslich elektronisch ausgestellt und auf einer Karte hinterlegt. Auf einer Karte können dabei mehrere Billette hinterlegt werden. Zum Beispiel für Mitreisende, ein Velo oder Hunde. Verwendet werden kann der verbreitete Swiss-Pass, aber auch eine beliebige Kredit- oder Debitkarte. Auch eine Zahlung mit Twint ist möglich. Ausserdem sind bei den Chauffeuren Venda-Prepaid-Karten zu 10 oder 20 Franken erhältlich. Hiermit können einzelne Fahrten bezahlt werden von Personen, die weder über ein «Smartphone» noch über eine Karte verfügen. Wer über einen Swiss-Pass verfügt, kann mit Venda-Profit sogar ein Kundenkonto erstellen und profitiert so von einem Rabatt von zwanzig Prozent auf das eigene Ticket. Dieser entspricht demjenigen von Mehrfahrtenkarten mit Kantonsermässigung, welche ausserhalb der drei Gebiete Trans-Reno, Davos und Engadin Mobil ausgegeben werden. Da ausserdem über eine Monatsrechnung bezahlt werden kann, entfallen das Aufladen und die Kontrolle von Guthaben. Dieses geht auch bei einem Verlust und einer anschliessenden Sperrung nicht verloren. Auch wenn die Billette ausschliesslich digital ausgestellt würden, sei die Ticketkontrolle sicher und anonym. «Der Datenschutz ist gewährleistet. Beim Auslesen sieht das Kontrollpersonal nur die gekauften Tickets. Persönliche Daten (Nummern, Namen, Kartenlimite usw.) werden nicht angezeigt. Die Kartennummer der Kreditkarte wird verschlüsselt dargestellt», heisst es auf der Webseite. Bei all diesen Neuerungen bleibt jedoch der Kauf über die bisherigen digitalen und analogen Verkaufstellen möglich.