Bärenstarke Bayern bangen nach Bilderbuchauftritt in Bergamo
Bayern München steht nach dem 6:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel in Bergamo mit einem Bein in den Viertelfinals der Champions League. Trotzdem plagen den deutschen Meister Sorgen.
Vor zwei Wochen verspielte Borussia Dortmund die sicher geglaubte Qualifikation für die Achtelfinals in Bergamo. Der Schweizer Nationalgoalie Gregor Kobel besiegelte das Aus mit einem schlimmen Patzer in der Nachspielzeit.
Wer dachte, die Bayern könnten sich in der Lombardei ebenfalls schwer tun, wurde schnell eines Besseren belehrt – im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits nach 25 Minuten führten die Gäste mit 3:0. Und dies ohne Harry Kane. Der Torschütze vom Dienst verfolgte den lockeren Sieg mit noch immer schmerzender Wade von der Ersatzbank aus.
Die Goalies gehen aus
Trotz des deutlichen Resultats reisten die Bayern mit Sorgenfalten zurück nach München. Gleich mehrere Spieler mussten angeschlagen vom Feld. Goalie Jonas Urbig wurde beim Gegentreffer in der Nachspielzeit am Kopf getroffen und später mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Spital gebracht. «Jonas ist gerade benebelt und hat riesige Kopfschmerzen», berichtete Sportvorstand Max Eberl kurz nach dem Schlusspfiff.
Am Samstag im Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen könnte der dritte Torhüter Sven Ulreich zum Einsatz kommen. Stammgoalie Manuel Neuer ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder fit – und Urbig dürfte es gegen die Werkself auch noch nicht sein.
Davies wohl erneut verletzt
Fragezeichen stehen auch hinter Alphonso Davies. Der Aussenverteidiger gab im Spiel gegen den Tabellensiebten der Serie A nach der Pause sein Comeback nach überstandenem Muskelfaserriss im Oberschenkel, musste nur 26 Minuten nach seiner Einwechslung mit Tränen in den Augen aber wieder vom Feld. Eine Diagnose steht noch aus. Erst im Dezember war der 25-jährige Kanadier nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrt. Nun folgt der nächste Rückschlag, und dies ausgerechnet im Jahr der WM in seiner Heimat.