«Klimafonds Davos» fördert erste Projekte
«Wir wollen die CO2-Emissionen vor Ort so weit wie möglich reduzieren. Nun können wir mit Beiträgen aus dem Klimafonds erste Projekte in Davos fördern», freut sich Reto Branschi, CEO/Direktor der Destination Davos Klosters und Initiant des Projekts. Zusammen mit dem Davoser Landammann Philipp Wilhelm und Stephen Neff, CEO der Stiftung «myclimate», gehört er zum Steuerungskomitee des Klimaprojekts «Davos 2030». Das Komitee hat den ersten Förderanträgen und einer Ausschüttung von insgesamt 83 500 Franken zugestimmt. Mit den Mitteln aus dem «myclimate Klimafonds Davos» investieren Betriebe und Vereine in Anlagen und Massnahmen, um die eigenen Prozesse und Produkte nachhaltiger zu gestalten.
HC Davos will CO2-Ausstoss bei der Fan-Anreise senken
Zwei der geförderten Projekte realisiert der HC Davos (HCD), der ebenfalls an der Davoser Klimainitiative teilnimmt. Der Rekordmeister führt ein neues Abfallkonzept sowie Mehrwegbecher am Spengler Cup ein und will zudem die Fan-Mobilität verbessern. Die Anreise der Fans verursacht mit bis zu 70 Prozent den grössten Teil der CO2-Emissionen eines Events: Die Hälfte der Zuschauenden reist mit dem Auto zu den Spielen, nur 6,8 Prozent mit dem Zug. In Kooperation mit der Rhätischen Bahn fährt in der kommenden Saison neu ein Extrazug, der die Heimreise auch nach Verlängerungen sicherstellt. Ein zusätzlicher Zug ab Landquart wartet die letzte Bahnfahrt aus Davos ab, um die Fans in die Grossregionen Zürich und St. Gallen zu bringen. Aus dem Klimafonds kommt eine einmalige Anschubfinanzierung für dieses HCD-Projekt, das den CO2-Fussabdruck des ganzen Ferienorts senkt.
Hotelprojekt und «Food-Waste»-Initiative wird gefördert
Weitere Projekte stammen vom Hotel Grischa und dem Verein «Save our Food». Ersteres realisiert eine Photovoltaikanlage, um einen Teil des benötigten Stromverbrauchs selbst zu decken. Das ist ganz im Sinne der Gemeinde Davos: «Es ist schön zu sehen, dass das Gemeinschaftsprojekt weiter an Fahrt aufnimmt. Damit kommen wir dem zentralen Legislatur-Ziel, unseren Tourismus auf nachhaltige Beine zu stellen, einen weiteren Schritt näher», betont Landammann Philipp Wilhelm. Zurück zum zweiten Projekt namens «Save our Food Davos» (SoF): Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den «Food Waste» in Davos zu verringern. So rettete dieser in den vergangenen vier Jahren 140 Tonnen Lebensmittel.