Auch historisches Gemäuer braucht regelmässig Unterhalt
von Andreas Felix / Geschäftsführer des Graubündnerischen Baumeisterverbands (GBV)
Graubünden verfügt über ein beachtliches Volumen an historisch wertvoller Bausubstanz, welche regelmässig unterhalten und gesichert werden muss. Das hat seinen Preis. Den Trägerschaften dieser Objekte fehlen oftmals die nötigen Mittel, um die geschichtsträchtigen Zeugen aus vergangenen Zeiten zu erhalten. Darum sind sie auf die finanzielle und praktische Hilfe von Dritten angewiesen, wenn die Substanz von alten Burgruinen erhalten werden soll. Bereits seit 1996 werden solche Sanierungsarbeiten auch mit jungen Berufsleuten aus der Bauwirtschaft durchgeführt.
Umgang mit Natursteinen üben
Die dreiteilige Grundausbildung der Maurer und Baupraktiker nimmt im Rahmen der Verbandsarbeit des Graubündnerischen Baumeisterverbands (GBV) einen wichtigen Stellenwert ein. Neben der Berufsschule, welche die theoretischen Grundlagen der Berufskunde vermittelt, erwerben die jungen Lernenden mittels praktischer Anwendung im Lehrbetrieb das nötige Rüstzeug für ihren Beruf. Als dritter Pfeiler der Ausbildung fungieren die Überbetrieblichen Kurse (ÜK). Diese vermitteln den auszubildenden Berufsleuten weitere Grundkenntnisse der praktischen Arbeit, u.a. den Umgang mit sowie die Verarbeitung von Natursteinen.
Der Vorstand des GBV hat vor mehr als 20 Jahren entschieden, den ÜK-Kursinhalt «Naturstein» aus dem Lehrplan der Maurerlehrhallen (MLS) in Sursee herauszulösen und in eigener Verantwortung in Graubünden durchzuführen.