Astra rüstet wegen Geisterfahrern auf der Walensee-Autobahn auf
Auf der Autobahn A3 entlang des Walensees hat die Polizei in diesem Jahr eine Zunahme an Geisterfahrern festgestellt. 23 Falschfahrer waren es bis Ende September auf diesem Abschnitt. Das Phänomen ist auch dem Bundesamt für Strassen (Astra) bekannt. Nun ergreift dieses zusätzliche Sicherheitsmassnahmen.
Im Tunnel Quarten auf der Walensee-Autobahn löste in der Nacht auf Dienstag eine Kamera einen automatischen Alarm aus. Sie erkennt Falschfahrer und meldet diese der Polizei.
In einer solchen Situation verfasst die Notrufzentrale umgehend eine Meldung, die schliesslich im Radio gesendet wird, wie ein Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärt. Gleichzeitig rücken Patrouillen aus, um den Falschfahrer anzuhalten, wieder sicher von der Autobahn zu leiten und die übrigen Verkehrsteilnehmenden zu schützen.
23 Geisterfahrten in 9 Monaten
«Dieses Jahr sind wir auf jenem Abschnitt jetzt Ende September bereits bei über 15 Fällen», erklärt der Polizeisprecher. Das bedeute einen Anstieg solcher Fälle in den vergangenen Monaten. Im selben Zeitraum kommen 8 Geisterfahrten auf der Walensee-Autobahn hinzu, die auf dem Abschnitt des Kantons Glarus festgestellt wurden, wie es auf Anfrage bei der Kantonspolizei Glarus heisst.
Auch das Astra bestätigt gegenüber Keystone-SDA, dass es am Walensee «etwas häufiger» zu Vorfällen mit Falschfahrern kommt als im übrigen Autobahnnetz. Ein Grund dafür sei, dass die Spuren – untypisch für Nationalstrassen – in Fahrtrichtung Zürich am See entlang laufen, jene Richtung Sargans durch den Kerenzerbergtunnel führen.