Arvid Lindblads Traumstart in der Formel 1
Mit 13 wird bei Arvid Lindblad eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Fünf Jahre später debütiert er in der Formel 1. Die Geschichte eines Teenagers, der sich von nichts aufhalten lässt.
Auf der Weiterreise von Melbourne nach Schanghai durfte sich Arvid Lindblad noch wie auf Wolke sieben fühlen. Der einzige Neuling im Fahrerfeld der Formel 1 raste bei seinem Debüt am Sonntag beim Saisonauftakt in Australien im Racing Bulls gleich in die WM-Punkteränge. Nach dem starken 8. Platz konnte er sein Glück kaum fassen.
«Es war sehr aufregend für mich, gegen diese Jungs zu fahren. Mit Lewis (Hamilton) im Fernsehen bin ich aufgewachsen», erzählte Lindblad über sein Idol. «Er war einer der Hauptgründe, warum ich mich in diesen Sport verliebt habe. Es war wirklich cool, gegen ihn zu kämpfen. Das waren definitiv einige Momente, in denen ich mich kneifen musste.»
Viertjüngster Debütant
Alles das, was am Sonntag im ersten Grand Prix des Jahres passierte, war aber die Wirklichkeit. Lindblad ist mit 18 Jahren und 212 Tagen der viertjüngste Debütant in der Formel 1, nur zwei Fahrer waren jünger beim Gewinn der ersten WM-Punkte. In beiden steht Max Verstappen zuoberst, der bei seinen Bestmarken für das Red-Bull-Schwesterteam jeweils erst 17 Jahre alt war und mittlerweile viermal Weltmeister geworden ist.
Altersrekorde hält Lindblad aber auch selbst. Vor seiner Beförderung zum neuen Teamkollegen von Liam Lawson war der gebürtige Londoner jüngster Rennsieger in der Formel 3 mit 16 und anschliessend in der Formel 2 mit 17 Jahren.
Multikulti bei Lindblad
Nun heissen seine Konkurrenten aber Verstappen oder Hamilton. «Ich weiss schon, dass ich der Neuling bin, aber wenn ich im Auto sitze, bin ich ein gnadenloser Kontrahent. Ich werde jede Gelegenheit nutzen, die sich mir bietet», sagte Lindblad, dessen Mutter Anita indische Wurzeln hat und dessen Vater Stefan Schwede ist.