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Schweiz und Welt

Aroser Hotels von WEF-Delegation um Tausende Franken geprellt

Südostschweiz
26.01.2020, 09:26 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Rund um das Weltwirtschaftsforum, das diese Woche zum 50. Mal in Davos über die Bühne gegangen ist, fliesst das Geld in gewaltigen Summen. Dass die Reichen und Superreichen aber auch ganz schön knausrig sein können, mussten zwei Hoteliers in Arosa erfahren. Wobei knausrig nicht wirklich stimmt: das Hotel Chamanna Bed & Breakfast und das Hotel Bellevue wurden nämlich schlicht um mehrere Tausend Franken geprellt, wie sie «blick.ch» erzählt haben.

Der Ärger begann für beide in der Woche vor dem WEF, als die kurzfristigen Buchungen eingingen. Gebucht wurde für die Entourage des Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo (DRC), der Kontakt stammte laut «blick.ch» von der kongolesischen Botschaft. Die angegebene Kreditkarte funktionierte nicht und als der Botschaftsmitarbeiter am Sonntag vor dem Forum einen Augenschein der Unterkunft nahm, zog er ebenfalls wieder ab, ohne die Buchung zu bezahlen.

Die nächsten Probleme tauchten dann auf, als die Gäste ankamen, und realisierten, dass sie nicht in Davos oder zumindest in der Nähe wohnen würden, sondern täglich gut und gerne anderthalb Stunden ans WEF fahren müssten. Weiter ging es mit dem Ärger und Diskussionen, als die beiden Hoteliers den Gästen mitteilten, dass sie die Rechnung für die Zimmer noch zu begleichen hätten. Im Hotel Chamman waren das rund 6900 Franken, im Hotel Bellevue 7300.

Auf diese Forderungen waren die Gäste aus der DRC offenbar nicht, wie die Verantwortlichen der Hotels gegenüber «blick.ch» erklärten. «Sie haben alle ihr Geld zusammengekratzt», erzählt Marco Bühler vom Hotel Chamanna. Rund 2900 Franken habe er schliesslich erhalten. Im Bellevue waren es nicht einmal ganz 1200 Franken, die am Ende bezahlt wurden. Beiden Betrieben fehlen damit noch immer mehrere Tausend Franken. Sie wollen die ausstehenden Beträge zwar bei der Botschaft in Bern einfordern, viel Hoffnung machen sie sich aber nicht. «Oft bleiben wir auf dem Verlust sitzen», sagt Bühler. (ofi)

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