Antonelli lässt Italien träumen
Kimi Antonelli, 19-jährig, ist der jüngste WM-Spitzenreiter der Formel 1. Er wird schon mit den ganz Grossen verglichen. Das allerdings fuchst seinen Boss.
Die Reise nach Miami trat der jüngste Formel-1-Spitzenreiter mit der ganzen Familie an: Mama, Papa und die Schwester kamen mit. Gemeinsame Fotos wie aus einem Urlaubs-Flieger inklusive. «Alle zusammen», schrieb Vater Marco Antonelli dazu, versehen mit drei roten Herzen. So sind sie, die Antonellis, die die Formel 1 gerade erobern.
Als Mama Veronica im TV den mittlerweile schon weltberühmten Sohn Kimi Antonelli nach dessen ersten Rennsieg in der Formel 1 weinen sah, kamen auch ihr die Tränen. Schwester Maggie begleitet den italienischen Mercedes-Piloten, der im vergangenen Jahr in Florida zur Sprint-Pole raste, ohnehin immer wieder mal im Fahrerlager.
Der, der Kimi Antonelli immer wieder erdet
Und Vater Marco, selbst einst Rennfahrer (Tourenwagen und GT) sowie Rennstallbesitzer, ist die wichtigste Vertrauensperson, der Ratgeber schlechthin, und wie der Filius mit einem Grinsen betont: «Jemand, der mich bei jeder Gelegenheit auf dem Boden hält.»
So ein bisschen erinnert Andrea Kimi Antonelli, wie sein voller Name lautet, irgendwie auch an Sebastian Vettel. Es ist diese Unbekümmertheit, das Lausbubenhafte. So wie Vettel, als dieser 2007 seine ersten Schritte in der Formel 1 machte, wirkt auch Antonelli manchmal auch noch wie ein Schüler, der bei einem Preisausschreiben einen Tag in der Formel 1 gewonnen hat.
Aber auch das haben beide gemeinsam: Hinter dem Steuer sind sie eiskalt, Antonelli für sein junges Alter schon ziemlich gnadenlos und immer die Grenzen auslotend. «Ich fahre, um zu gewinnen. Ich will Rennen gewinnen und Meisterschaften. Das ist mein Ziel», sagt Antonelli. Als jüngster Polesetter hat der Teenager aus Bologna den ehemaligen Serien-Weltmeister aus Deutschland schon abgelöst.
Jünger an der Spitze der Formel 1 war keiner