Annik Kälin: «Ich versuche jetzt, etwas runterzufahren»
Annik Kälin – wer ist heute mit dir hierher gekommen? Freunde, die ganze Verwandtschaft?
Annik Kälin: Es ist wirklich ein riesiger Fanklub, der mit mir angereist ist. Familie, Verwandte, Menschen aus dem Dorf. Aber auch vor dem Fernseher fieberten ganz viele Menschen mit. Das hat mich sehr gefreut. Umso schöner, dass ich eine solche Leistung zeigen und diese Leistung mit ihnen feiern kann.
Wie wird dieses Feiern aussehen?
Das weiss ich noch nicht genau. Erst muss ich bei der Dopingkontrolle vorbeischauen (lacht). Danach folgt hoffentlich ein leckeres Essen und etwas Ruhe. Mit ihnen anstossen kann ich auch am Freitag, nach der Siegerehrung. Jetzt versuche ich, etwas runterzufahren.
Kannst du diesen Moment nach dem Achthunderter beschreiben? Wie war das für dich?
Ich habe ehrlich gesagt nicht so viel mitgekriegt. Ich habe zwar gemerkt, dass es bestimmt ein guter Lauf gewesen ist, aber erst, als die Zeiten publiziert wurden und ich die Schweizer Fans jubeln gehört habe, schoss mir durch den Kopf, dass es gereicht haben könnte.
Denkst du manchmal darüber nach, wie weit du in den vergangenen eineinhalb Jahren gekommen bist?
Natürlich ist es wichtig, hin und wieder zurückzublicken. Das Ziel oder der Traum, so etwas zu erreichen, war immer da. Dass ich dieses Ziel jetzt schon erreiche und dabei eine solche Leistung erziele, ist extrem schön für mich.
Wie wichtig war der 6. Platz an der WM für die Medaille heute?
Das hat mein Selbstvertrauen natürlich sehr gestärkt. Dieser sechste Platz hat mir gezeigt, dass ich an der Weltspitze angekommen bin und mich nicht verstecken muss. Diese Erfahrungen sind sehr wertvoll.
(mas/mir)