Amerikas «Royal Wedding» am Independence Day
Genau 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika von der Monarchie Grossbritannien haben zwei US-Superstars ihre ganz eigene Version einer «königlichen Hochzeit» präsentiert. An einem Wochenende, an dem im ganzen Land unter anderem mit Feuerwerk, Schiffsparaden und Volksfesten der 250. Geburtstag des Landes gefeiert wird, gaben sich Popstar Taylor Swift und Football-Profi Travis Kelce im weltberühmten Madison Square Garden in New York das Ja-Wort – und feierten mit rund 1.000 Gästen eine riesige Party.
«Königliche Hochzeiten können Blutlinien vereinen oder Imperien zusammenschmieden, aber immer revidieren sie die nationale Identität und verschaffen ihr neue Geltung», schrieb die «New York Times». «Diese hier – zwischen einem Popstar und einem Football-Spieler – ist eine Kreuzung, die eine vorherrschende kulturelle Macht ankündigt.»
Swift und Kelce als Quasi-Royals der USA
In den USA gibt es keine Monarchie, keine Royals. Aber Swift und Kelce könnten dem wohl am nächsten kommen – in ganz eigener US-Version: Millionen Fans weltweit, die in dem Paar ihre Idole sehen, die Kombination aus Musik und Sport – zwei Themen, bei denen die USA immer wieder Standards setzen und dominierenden Einfluss ausüben – und auch das US-Klischee vom Football-Star, der das schönste und beliebteste Mädchen von allen abbekommt, wird bedient.
Schon die Verkündung der Verlobung des Paares via Instagram im August 2025 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – und für viele Millionen Likes. Sogar US-Präsident Donald Trump hatte dem Paar gratuliert und «sehr viel Glück» gewünscht. Monatelang war danach über eine möglicherweise bevorstehende Hochzeit spekuliert worden.
«Royal Wedding» am Indepence Day
Dass die beiden nun ausgerechnet am Independence-Day-Wochenende, am 250. Geburtstag der USA, geheiratet haben, kann Zufall sein. Swift-Fans – die sogenannten Swifties – betonen, dass der 4. Juli schon immer einer der Lieblingsfeiertage der Sängerin gewesen sei, dokumentiert mit Party-Fotos. Aber es kann zumindest auch ein Zeichen sein, wo sich das Paar sieht – denn dass ihre Hochzeit mitten in Manhattan den Auftakt des Unabhängigkeitswochenendes aufmerksamkeitstechnisch dominieren würde, war abzusehen.