Alles Wissenswerte zur Tour de Romandie 2026
Mit dem Start der Tour de Romandie am Dienstag wird die Zeit der Rundfahrten lanciert. Tadej Pogacar ist bei seiner ersten Teilnahme unbestritten der grosse Star auf den Westschweizer Strassen.
Erst am Sonntag setzte Tadej Pogacar mit einem weiteren eindrücklichen Solosieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich den Schlusspunkt hinter eine spektakuläre Klassiker-Saison. Ab sofort gilt der Fokus des Weltmeisters der letzten zwei Jahre den Etappenrennen – mit dem grossen Ziel, im Juli zum fünften Mal die Tour de France zu gewinnen.
Dabei wählt er seine Renneinsätze in diesem Jahr mit Bedacht: Erst fünf Renntage stehen zu Buche, viermal überquerte er die Ziellinie als Sieger. Umso bemerkenswerter ist es, dass der Slowene zur rennmässigen Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt dieses Sommers ausschliesslich und gleich zweimal in der Schweiz Halt macht.
Der Dominator der letzten Jahre nutzt diese Woche nicht nur die Tour de Romandie, sondern Mitte Juni auch die Tour de Suisse als Bühne. Er wird damit erstmals seit seinem im Herbst 2024 in Zürich errungenen ersten WM-Titel wieder auf helvetischen Strassen unterwegs sein. Und Tadej Pogacar will gewinnen, schliesslich fehlen ihm diese beiden World-Tour-Rennen noch in seinem beeindruckenden Palmarès.
Red-Bull-Doppelspitze und Schweizer Quintett
Da stellt sich unweigerlich die Frage: Wer soll dem Leader des Teams UAE Emirates bei seiner Premiere in der Romandie die Show stehlen?
Red Bull schickt mit Primoz Roglic, dem Sieger von 2018 und 2019, und Florian Lipowitz, dem Gesamtdritten der letztjährigen Tour de France, gleich zwei starke Herausforderer ins Rennen. Auch dem Briten Oscar Onley (Ineos-Grenadiers) und dem Franzosen Lenny Martinez (Bahrain-Victorious) wird im Kampf um den Gesamtsieg einiges zugetraut.
Pogacars im letzten Jahr siegreicher Teamkollege João Almeida fehlt jedoch auf der Startliste. Das gilt auch für das französische Wunderkind Paul Seixas. Sein Team Decathlon zählt zu den vier Mannschaften, die von einer Sonderregelung Gebrauch gemacht haben: Um den vollen Rennkalender zwischen den Ardennen-Klassikern und dem Giro-Start in Ungarn zu entzerren, verzichtet die Equipe auf ihren World-Tour-Startplatz.