Alina Müller schiesst Schweizerinnen zu Olympia-Bronze
Die Schweizer Frauen gewinnen zum zweiten Mal nach 2014 Olympia-Bronze im Eishockey. Die Equipe von Trainer Colin Muller siegt im Spiel um Rang 3 gegen Schweden 2:1 nach Verlängerung.
Die Schweizerinnen erreichten das Spiel um Bronze mit nur sechs erzielten Toren aus den vorangegangenen sechs Begegnungen. Im Viertelfinal setzten sie sich gegen das favorisierte Finnland mit 1:0 durch. Die Schwedinnen gewannen die deutlich schwächere Gruppe B mit einem Torverhältnis von 18:2 und blieben im Viertelfinal gegen Tschechien (2:0) wie die Schweizerinnen ohne Gegentreffer. Es spielten also zwei defensiv starke Teams gegeneinander, daher war kein offensives Spektakel zu erwarten. Und genau so entwickelte sich die Partie.
Der Schweizer Trainer Colin Muller forderte seine Spielerinnen immer wieder auf, sich zu bewegen. Diese wirkten in der regulären Spielzeit gehemmt, jedenfalls waren die Schwedinnen das aktivere Team, was das Schussverhältnis von 31:18 zugunsten der Skandinavierinnen nach 60 Minuten unterstreicht. In der Verlängerung waren die Schweizerinnen dann allerdings das bessere Team und das zahlte sich aus: 51 Sekunden vor dem Ende der Overtime gelang Alina Müller das entscheidende Tor.
Dass die 27-jährige Zürcherin traf, war irgendwie logisch, war sie doch die überragende Akteurin ihres Teams. Sie erzielte vier der acht Tore der Schweizerinnen und hatte bei zwei weiteren den Stock im Spiel. Müller hatte schon beim Gewinn von Olympia-Bronze 2014 in Sotschi, als die Schweizerinnen ebenfalls gegen Schweden (4:3) erfolgreich waren, das siegbringende 4:2 erzielt.
Rasche Schweizer Reaktion
In der regulären Spielzeit hatte Ivana Wey in der 27. Minute die grosse Chance zum 1:0. Sie scheiterte mit einem Penalty an der schwedischen Keeperin Ebba Svensson, wollte diese zwischen den Schonern erwischen. Im Startspiel gegen Tschechien (4:3 n.P.) hatte die 20-jährige Stürmerin des EV Zug im Penaltyschiessen noch beide Versuche verwertet.