Alexander Zverev hat sich die Nummer 1 in diesem Jahr verdient
Alexander Zverev wird das Tennisjahr als Nummer 1 der Welt beenden. Das hat vor ihm kein Deutscher – nicht einmal Boris Becker – geschafft. Der 29-jährige Hamburger ist am Ende seiner Träume.
Es ist noch kein halbes Jahr her, da wurde Alexander Zverev – je nach Sichtweise schadenfreudig oder mitleidig – als bester Spieler, der nie ein Grand-Slam-Turnier gewann, bezeichnet. Nun hat er mit seinen Triumphen in Paris und am US Open nicht nur diesen Makel gleich doppelt getilgt, seit Montag steht er auch rechnerisch als zweite deutsche Nummer 1 der Weltrangliste nach Boris Becker fest. Zverev hat von günstigen Umständen profitiert, doch er ist eine verdiente Nummer 1.
Spätestens seit Jannik Sinners Ankündigung, dass er in diesem Jahr nicht mehr spielen würde, konnte Zverev der Meilenstein kaum noch entgleiten. Dass er es am Ende kampflos schaffte, weil beim Masters-1000-Turnier in Schanghai mit Carlos Alcaraz der letzte Konkurrent mit einer winzigen Chance, ihn noch abzufangen, verlor, passt zu diesem etwas seltsamen Tennisjahr.
Frühestens am 2. November
Ein klein wenig wird er sich auch noch gedulden müssen, bis er es auch Schwarz auf Weiss hat. Am kommenden Montag kann er den Thron auch mit einem Turniersieg in Schanghai noch nicht besteigen. Das ist frühestens am 2. November möglich, wenn Zverev in China gewinnt und in Wien mindestens die Halbfinals erreicht oder er in Schanghai den Final erreicht und in der österreichischen Hauptstadt siegt. Spätestens am 16. November, vor dem Start der ATP Finals in Turin, ist es aber definitiv so weit. Zverev wird der 30. Spieler seit Einführung 1973 sein, der die Weltrangliste anführt.