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Schweiz & Welt

Umbau des Recyclingcenters in Unterrealta ist beschlossene Sache

Jano Felice Pajarola
25.01.2023, 18:47 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Der Baukredit ist gesprochen: Die Delegiertenversammlung des Abfallbewirtschaftungsverbands Mittelbünden (AVM) hat am Dienstagabend in Cazis 4,7 Millionen Franken für den geplanten Umbau der Abfallsammelanlage in Unterrealta gewährt. Der 1970 als Kehrichtverbrennung errichtete und 20 Jahre später zur Abfallumladestation umgenutzte Gebäudekomplex soll zu einem mit der Umweltschutzgesetzgebung konformen und dienstleistungsorientierten Betrieb für die Abfallannahme und das Recycling werden, wie AVM-Präsident Christian Theus betont. Ausserdem soll er der Firma Bossi und Nicca als zentrale Basis für den Sammel- und Transportdienst im Verbandsgebiet dienen.

Ein Waschplatz ersetzt den Verbrennungstrakt

Unter anderem sollen durch den Bau einer Halle die anfallenden Sortierarbeiten wind- und witterungsgeschützt stattfinden können, wie aus dem Projektbeschrieb der Firma Marcel Liesch Architekten hervorgeht. Geplant sind aber auch neue Lagermöglichkeiten für Sonderabfälle; ausserdem werden die Büros saniert, und die im Komplex festgestellten schadstoffbelasteten Materialien werden fachgerecht entsorgt und ersetzt. Der ehemalige Verbrennungstrakt wird rückgebaut und durch einen neuen Waschplatz für die Reinigung der Fahrzeuge ersetzt.

Die heutige Sammelanlage ist in einem schlechten Zustand und hat vom Kanton nur dank Sofortmassnahmen noch eine Betriebsbewilligung bis September 2025 erhalten. Die Bauarbeiten in Unterrealta sollen nun gemäss Theus im Mai starten und im September 2024 abgeschlossen sein. Das Projekt wird in zwei Etappen umgesetzt, damit der Betrieb der Abfallannahme- und Recyclinganlage permanent aufrecht erhalten werden kann.

Delegierte haben auch Budget für 2023 gutgeheissen

Von den Delegierten genehmigt wurde auch das Verbandsbudget für 2023. Es fällt im Vergleich zum Voranschlag 2022 um rund 1,8 Prozent höher aus. Bei einem Aufwand von 2,82 Millionen Franken rechnet der AVM mit Gemeindebeiträgen von rund 2,62 Millionen Franken.

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