Ab jetzt wird zwischen Zürich und Winterthur zehn Jahre gebaut
Die SBB starten mit dem Mehrspurausbau Zürich-Winterthur. Zehn Jahre lang wird gebaut. Nachfolgend die wichtigsten Punkte im Überblick – auch für Anwohnerinnen und Anwohner.
Was genau ist der Mehrspurausbau Zürich-Winterthur?
Der Mehrspurausbau Zürich-Winterthur wird eine zusätzliche Doppelspur auf einer der meistbefahrenen Strecken des Landes bringen. Kernstück ist der Brüttenertunnel, der 9 Kilometer lang sein wird. In den zwei einspurigen Röhren können die Züge bis zu 160 km/h fahren. Zusätzlich zum neuen Tunnel werden die vier Bahnhöfe Winterthur-Töss, Bassersdorf, Wallisellen und Dietlikon ausgebaut.
Warum das alles?
Die Hälfte aller Reisenden, die in der Schweiz im Regionalverkehr fahren, sind im Raum Zürich unterwegs. Die Kapazität kann mit dem heutigen Netz aber nicht weiter ausgebaut werden. Weil die SBB künftig mit noch mehr Passagieren rechnen, muss der bisherige Engpass Zürich-Winterthur beseitigt werden.
Was wird es bringen?
Aktuell sind auf der Strecke Zürich-Winterthur täglich über 120'000 Reisende in rund 670 Zügen unterwegs. Künftig werden 900 Züge möglich, also rund 30 Prozent mehr. Die Fahrzeit von Zürich nach Winterthur wird sich mit dem Brüttenertunnel um bis zu acht Minuten verkürzen, der Viertelstundentakt im Regionalverkehr wird möglich. Zudem wird das ganze System stabiler. Das heisst, auch im übrigen Zürcher Bahnverkehr wird es weniger Verspätungen geben.
Wie viel kostet das?
Der Brüttenertunnel und der Umbau der vier Bahnhöfe kostet insgesamt 3,3 Milliarden Franken. In den kommenden zehn Jahren werden die SBB pro Tag also 1 Million Franken verbauen. Finanziert wird das Projekt über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes, in den unter anderem Bund und Kantone einzahlen.
Was wurde bereits gemacht?